Tafeln im Landkreis können Andrang kaum noch bewältigen

Eschwege. Die Tafeln im Landkreis Werra-Meißner stoßen an ihre Grenzen. Im Laufe des Jahres ist die Zahl der Bedürftigen erheblich gestiegen, berichten Monika Hemann und Margot Furchert, die Leiterinnen der Tafeln in Witzenhausen und Eschwege. Furchert hat sogar einen Aufnahmestopp verhängt. Viele Neukunden seien Flüchtlinge.

Gut 400 Menschen versorgt die Tafel in Eschwege derzeit. An drei Tagen in der Woche können sie für einen symbolischen Betrag von zwei Euro einkaufen, was in den Supermärkten, bei Bäckern und Metzgern übrig war. Und weil es darüber hinaus noch viele weitere Bedürftige gibt, werden auch vier Flüchtlingsheime separat mit Transporten angefahren. „Dort verändert sich die Zahl der Kunden ständig“, sagt Furchert. Mehr als diesen Aufwand könne ihr 30 Personen umfassendes Team nicht mehr stemmen. „Deswegen kommen die Leute jetzt auf die Warteliste. Sonst springen mir die Helfer ab, wenn es nur noch drunter und drüber geht“, so die Tafel-Chefin.

Ein Problem bestehe darin, dass Flüchtlinge viele verfügbare Lebensmittel meiden würden. „Sie essen keine Gelatine, kein Grau- und Mischbrot, kein Schweinefleisch. Das, was in ihre Gepflogenheiten passt, bekomme ich aber leider nicht von den Händlern – zumindest nicht in solch großen Mengen“, sagt Margot Furchert. Sie wird die Tafel-Leitung im Februar übrigens abgeben. Noch ist die Zukunft auf Vorstandsebene unklar.

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