Ultimative Weihnachtsparty im E-Werk

Tanz statt Weihnachtsgans

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Überhaupt nicht still war die Nacht am Ersten Weihnachtsfeiertag im alten E-Werk.

Eschwege. „Ich glaube, das ist etwas, worauf Eschwege in dieser Form noch gewartet hat“, sagt Andreas Wagner, der im Team von Partyveranstalter Achim Horche für die Kasse verantwortlich ist.

Ausgelassen feierten Gäste verschiedenster Alterklassen bis zum frühen Morgen das Weihnachtsfest einmal ohne Stollen und Plätzchen.

Horche selbst ist sehr zufrieden, als er gegen 23 Uhr am Ersten Weihnachtsfeiertag ein kurzes Resümee zieht. „Die Resonanz ist überwältigend. Viele haben mich angesprochen, ob ich nicht einmal so eine Party organisieren könnte, schließlich hat es Tradition, sich an Weihnachten zu treffen“, sagt Horche. Rund 400 Leute waren zu diesem Zeitpunkt bereits ins weihnachtlich geschmückte E-Werk geströmt, um dort die „ultimative Weihnachtsparty“ zu erleben. Unter ihnen auch Alyke Norris.

Die Eschwegerin hatte vor 32 Jahren der Dietemannstadt den Rücken gekehrt und war nach Australien ausgewandert. „Die Party ist einfach irre, man könnte glatt zurückkommen“, sagt Norris. Alle möglichen Jahrgänge seien vertreten und die Eschweger total gut drauf, schwärmt sie. Zur Begrüßung spielte DJ Mario gleich zu Beginn der Party australische Bands wie Midnight Oil und Men at work mit dem Titel Down under. Von weiter unten, nämlich aus München kamen ebenfalls Gäste. Freunde von Horche aus der bayrischen Landeshauptstadt waren ebenfalls extra für die Party nach Eschwege gereist.

Das Versprechen aus der Ankündigung, die Partygäste würden garantiert nicht auf ihre Kinder treffen, hielten Horche und sein Team. Und ebenso bunt wie die Jahrgänge der Besucher, mischte DJ Mario dementsprechend sein Musikprogramm. Neben der geplanten Musik aus den 1980er, 1990er und 2000er Jahren trieben auch neue Titel wie Augenbling von Seeed die Tänzer auf die vom Laserlicht erstrahlte Tanzfläche.

Doch sogar Schlager von Jürgen Drews und Helene Fischer sowie Rock ‘n Roll und Hard-Rock Titel wurden gespielt. Die abwechslungsreiche Mischung war der Grund dafür, dass Gäste mit einer Altersdifferenz von rund 30 Jahren gemeinsam um 0 Uhr zu Hells Bells von AC/DC Luftgitarre spielten.

Mit den Worten „Das hab ich auch noch drauf“, stürmte ein Gast im Pferdegalopp beim Gangnam-Style die Tanzfläche, der sicher schon ein Lebensjahr jenseits der 50 erreicht hatte. Um 3 Uhr war dann aber ultimativ Schluss, nachdem die eine oder andere Lebkuchenkalorie auf der Tanzfläche des E-Werks geblieben war.

Von Wolfram Skupio

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