Aufbau unter Hochdruck

Technisches Hilfswerk und Feuerwehr richten Notunterkünfte her

Eschwege. Seit Mittwoch bauen Technisches Hilfswerk (THW) und Feuerwehr Notquartiere für 700 Flüchtlinge in der früheren Fabrikhalle des Freizeitartikelherstellers Friedola im Eschweger Industriegebiet.

Bis zu acht Menschen werden in den insgesamt viereinhalb mal drei Meter messenden Schlafzellen untergebracht, die im zweiten und dritten Obergeschoss entstehen. Vier doppelstöckige Betten stehen in jedem dieser Räume.

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„Wir haben für jede Etage einen Tag“, erklärt THW-Einsatzleiter Michael Kuß-Schönzart den knappen Zeitplan. Montagabend wurde vorgeplant, Dienstag Baumaterial geordert und an der Detailplanung gearbeitet. Wir haben inzwischen Übung“, sagt der Einsatzleiter und erzählt von den vielen Kleinigkeiten, an die zu denken sei, wenn Unterkünfte für so viele Menschen auf engem Raum entstehen. In jedem Zimmer gebe es acht Steckdosen, damit Konflikte wegen fehlender Lademöglichkeiten für die Mobiltelefone erst gar nicht aufkommen.

Helfer bauen Flüchtlingsunterkünfte in Eschwege auf

Wehretals Gemeindebrandinspektor Jürgen Wagester ist am Mittwochmorgen mit zwanzig Feuerwehrleuten aus Wehretal angerückt. Die Männer und Frauen sägen, montieren und schrauben im Akkord. Das Rote Kreuz sorgt mit der mobilen Feldküche für die Verpflegung. 42 Paletten Pressspan-Platten, dazu Lkw-weise Kanthölzer müssen in die oberen Etagen transportiert werden. Neben den nach oben offenen Schlafkabinen bauen die Hilfskräfte sanitäre Einrichtungen. „Die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr funktioniert wunderbar“, sagt Kuß-Schönzart.

350 Flüchtlinge werden auf jeder der beiden Etagen wohnen und schlafen. Weitere 300 Menschen sollen in Gebäuden auf dem Julphar-Gelände an der Max-Woelm-Straße Platz finden.

Rubriklistenbild: © WR/Sagawe

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