Alkohol-Exzesse bei Jugendlichen werden seltener 

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Die Zahl der jugendlichen Koma-Trinker in Deutschland ist rückläufig. Das ist das Ergebnis der jüngsten Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Auch im Werra-Meißner-Kreis werden immer weniger Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren mit einem Alkoholrausch ins Krankenhaus eingeliefert.

Eschwege. Waren es im Jahr 2010 noch 32 junge Koma-Trinker, sind 2011 nur noch 27 Jugendliche mit Alkoholvergiftung im Werra-Meißner-Klinikum in Witzenhausen und Eschwege registriert worden. Auch im laufenden Jahr ist die Tendenz sinkend. Bislang wurden 17 Patienten im Vollrausch stationär aufgenommen. Die Dunkelziffer jedoch ist weiterhin hoch, vermutet Harald Nolte, Leiter der Fachstelle für Suchtprävention in Eschwege. Viele der Jugendlichen würden nicht zwangsläufig ins Krankenhaus eingeliefert. Die Trendwende kam 2007, erklärt der Sozialarbeiter. In dem Jahr waren selbst gemischte Alkopops bei den Jugendlichen beliebt gewesen. Problematisch wurde dabei häufig vor allem das hochprozentige Mischverhältnis, das die Zahl der Einlieferungen in die Höhe trieb. Seitdem setzt man laut Nolte vermehrt auf Prävention. Ein wichtiger Beitrag sei das bundesweite Präventionsprojekt „Hart am Limit“. (sh)

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