Tierärzte aus der Region beteiligen sich an der Aktion „Impfen für Afrika“

Milch für alle: Um die Lebensgrundlage der südsudanesischen Landbevölkerung zu verbessern, sollen unter anderem Ziegen verteilt werden. Foto: privat

Eschwege/Wanfried. Seinem Tier etwas Gutes tun und gleichzeitig ostafrikanischen Kleinbauern und Viehhirten helfen: Das geht am heutigen Dienstag in drei Tierarztpraxen in Eschwege und Wanfried, anlässlich des zwölften Aktionstages „Impfen für Afrika“. 

Die Tierärzte spenden an diesem Tag die Hälfte ihrer Impfeinnahmen an den Verein Tierärzte ohne Grenzen, der in diesem Jahr mit den Spenden Fluchtursachen im krisengeschüttelten Sudan bekämpfen möchte.

Rund 1200 Tierärzte aus ganz Deutschland machen bei dem Aktionstag mit, bei uns im Werra-Meißner-Kreis beteiligen sich Dr. Ernst-Wilhelm Kalden, Vor dem Gatter 27 in Wanfried, Dr. Katja Schinkel, Freiherr-vom-Stein-Straße 33 in Eschwege, und Christina Winkelmann, Höhenweg 1a in Eschwege, an dem Spendenprojekt.

„Geimpft werden Ihre Vierbeiner ohnehin, warum also nicht am 31. Mai? Die Impfung kostet an diesem Tag keinen Cent extra“, sagt Judith Freund, Referentin für Kommunikation und Fundraising bei Tierärzte ohne Grenzen. Zum 25-jährigen Bestehen hat sich die Organisation in diesem Jahr ein großes Ziel gesetzt: 252.525,25 Euro wollen sie sammeln. „Das hört sich erst einmal wie eine riesige Sunmme an, doch die Tierärzte, die uns seit Jahren unterstützen, wissen, dass unser Verein auch bereits mit kleinen Beträgen eine große Wirkung erzielen kann“, sagt Freund.

Und da hat sich Tierärzte ohne Grenzen einiges vorgenommen: Um die Fluchtursachen im Südsudan zu bekämpfen, soll die Lebensgrundlage der Landbevölkerung wiederhergestellt werden. Dazu sollen Hühner und Ziegen verteilt und tiermedizinisch versorgt werden, damit durch Eier und Milch insbesondere Kinder, Schwangere und stillende Mütter mit Eiweiß versorgt werden. Wo es möglich ist, sollen zudem die Menschen zum Hirse- und Erdnussanbau sowie dem nachhaltigen Fischfang angeleitet und mit den notwendigen Werkzeugen wie Pflügen, Hacken, Gießkannen oder Angeln und Fischernetzen ausgestattet werden. „Wer genügend Nahrung und ein stabiles Einkommen hat sowie in Frieden leben kann, verlässt seine Heimat nicht“, erklärt Freund den Projektansatz.

www.impfenfuerafrika.de

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