Tierschutzvereine und Veterinäramt retteten verwahrloste Hunde

Wird jetzt im Tierheim Eschwege aufgepäppelt: Einer der Hunde, die durch das Veterinäramt und zwei Tierschutzvereine aus schlechter Haltung geholt wurden. Foto: privat

Werra-Meissner. Sie waren in einem miserablen körperlichen Zustand, der Schäferhund und der kleine Mischling, den der Tierschutzverein Witzenhausen am 30. Juli als Fundhunde eingesammelt hatte.

Weil sich die Besitzer trotz Auflagen des Veterinäramtes nicht ausreichend um die Tiere kümmerten, wurden sie nun diese Woche - gemeinsam mit einem zweiten Schäferhund - durch das Veterinäramt bei den Haltern in Witzenhausen beschlagnahmt und werden nun im Eschweger Tierheim gepäppelt.

Bereits damals sei das Veterinäramt aktiv geworden und habe den Haltern auferlegt, mit den Hunden zum Tierarzt zu gehen, berichtet der Vorstand vom Tierschutzverein, der die Arztkosten trug. Das sei ein Mal geschehen. Bei einem Kontrollbesuch habe das Amt zudem einen dritten Hund ausgemacht. Trotzdem gab es weiterhin Anzeigen der Nachbarn und des Tierschutzvereins, da sich am Zustand der Tiere nichts änderte. Wie der Tierschutzverein erfahren haben will, seien sie zum Beispiel nur noch nachts kurz vor die Tür gelassen worden und hätten kaum Wasser bekommen, damit sie nicht so oft ihr Geschäft erledigen müssen.

Als die Tiere am Mittwoch dieser Woche durch das Veterinäramt und eine Mitarbeiterin des Tierheims Eschwege abgeholt wurden, sei ein Schäferhund so dünn gewesen, dass man beim Atmen seine Rippen sah. Zudem hätten die zwei, drei und vier Jahre alten Tiere sich um den Inhalt eines Wassernapfs gestritten und seien voller Flöhe und Milben gewesen.

Nun müssen die Hunde erst einmal mindestens 14 Tage im Eschweger Tierheim in Quarantäne bleiben. Sie werden ärztlich versorgt und bekommen Spezialfutter. Die Tierarztkosten übernimmt der Witzenhäuser Verein. Wer später einem der Hunde ein neues Zuhause geben möchte, kann sich im Tierheim Eschwege melden. (nde)

www.tierheim-eschwege.de

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