Werraman: Landau nach Trainingssturz mit schweren Kopfverletzungen in Klinik

Titelverteidiger im Koma

Schwer verunglückt: Triathlet Martin Landau. Foto: Archiv

Eschwege. Martin Landau kann seinen Titel als Hessischer Triathlonmeister auf der Sprintstrecke am kommenden Samstag in Eschwege nicht verteidigen. Der 24 Jahre alte Sportler aus Cornberg stürzte Ende vergangener Woche in der Nähe des Bebraer Stadtteils Solz mit dem Rennrad schwer und wurde mit dem Rettungshubschrauber in das Klinikum nach Kassel geflogen. Wie die Polizei in Rotenburg mitteilte, erlitt der Triathlet trotz Schutzhelmes schwere Kopfverletzungen. Landau liegt nach Werra-Rundschau-Informationen im Koma.

Der Polizei zufolge war Landau am Donnerstagabend gegen 19 Uhr auf der Kreisstraße in Richtung Solz auf einem achtprozentigen Gefällstück unterwegs. Unmittelbar vor dem Stadtteil stürzte er in einer Rechtskurve, in der großflächig feiner Rollsplitt lag, auf den allerdings mit einem Warnschild hingewiesen worden sei.

Großes Bedauern löste die Nachricht von Landaus Unfall bei den Werraman-Veranstaltern aus. Vorsitzende Martina Horchelhahn kündigte an, insbesondere die Gefällabschnitte auf der geänderten Radstrecke zwischen Hitzelrode und Jestädt mit größter Aufmerksamkeit zu beobachten. „Wir werden noch am Samstag unmittelbar vor dem Wettkampf die Route abfahren, um Rollsplitt, Getreide und andere Gefahrenquellen zu beseitigen.“ Anwohner und insbesondere Landwirte mahnen die Veranstalter zu größter Vorsicht. „Wir appellieren an die Landwirte, darauf zu verzichten, mit Traktoren und Erntemaschinen während des Wettbewerbs auf der Strecke zwischen Jestädt und Hitzelrode unterwegs zu sein“, so Horchelhahn. Mit den Radfahrern ist zwischen 12.15 und 16.30 Uhr zu rechnen. Anwohner sollten in dieser Zeit auf Autofahrten verzichten, Fußgänger beim Überqueren der Straße mit schnellen Radfahrern rechnen.

Auf die Ausrichtung der Hessischen Meisterschaften hat der Unfall des Titelverteidigers keine Auswirkungen. Natürlich seien die schweren Verletzungen Landaus bedauerlich, sagte Martin Hannappel, Geschäftsführer des Hessischen Triathlonverbandes gestern: „Das ist das Risiko des Sports.“

Von Harald Sagawe

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