Horst Kupski gibt den Vorsitz nach 15 Jahren im Amt ab

Torsten Möller steht Bauern im Werra-Meißner-Kreis vor

Torsten Möller

Reichensachsen. Der Kreisbauernverband Werra-Meißner wählte während seiner Jahreshauptversammlung wie erwartet Torsten Möller aus Archfeld mit 91,6 Prozent der Stimmen zum neuen Vorsitzenden. Die Wahl war keine Überraschung. Möller, der bereits im engeren Vorstand mitwirkte, war der einzige Bewerber auf das Amt und erhielt 87 von 95 Stimmen.

Horst Kupski verabschiedet sich vom Kreisbauernverband, dessen Geschicke er 15 Jahre geleitet hatte, aus Altersgründen. Mit 65 Jahren konnte er nicht mehr wiedergewählt werden. Als Landwirt mit einem eigenen Hof in Niederhone kommt er aus der Mitte der Bauernschaft im Kreis und vertrat deren Interessen mit großem persönlichen Engagement. „Ich fing in diesem Amt an, als BSE gerade akut wurde“, sagte Kupski. „Seither haben wir viel bewegt.“ Er setzte sich dafür ein, in der Fütterung vom Tiermehl wegzukommen und trotz Autobahnbau 1000 Hektar landwirtschaftliche Nutzflächen zu erhalten. Außerdem wirkte er im Hessischen Bauernverband im Ausschuss für demografischen Wandel mit. Friedhelm Schneider, Präsident des Hessischen Bauernverbandes sagte: „Horst Kupski hat die Interessen seiner Region immer mit Nachdruck nach vorne gebracht.“

Der 45-jährige Thorsten Möller ist verheiratet und Vater von drei Kindern. 1988 übernahm er einen 160-Hektar-Betrieb mit 100 Milchkühen. In seiner Ansprache führte er die fehlende Wertschätzung landwirtschaftlicher Produkte in der Konsumgesellschaft vor Augen. „Ein Kilogramm Gehacktes kann man bereits für 3,99 Euro bekommen. Aber 850 Gramm Katzenfutter kosten nur einen Euro weniger.“ Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, kritisierte in seiner Rede die Düngeverordnung der EU.

Kommentare