Tourismus im Werra-Meißner-Kreis startet nur stotternd

Werra-Meißner. Der Tourismus im Kreis hatte in diesem Jahr keinen guten Start. Grund dafür sei das schlechte Wetter, sagt Claudia Krabbes, Geschäftsführerin der Werratal-Tourismus-Marketing.

Als durchwachsen beschreibt Reinhard Brill, Inhaber des Hotels Zur Krone in Eschwege, das Jahr bisher. Aufgrund des Hochwassers der Werra hätten viele Gäste abgesagt: "Der Mai fehlt uns." Nun hofft er auf die Sommer- und Herbstsaison.

Im Ekkos Kultur- und Tagungshotel in Bad Sooden-Allendorf sind wegen des langen Winters einige Buchungen weggebrochen. Zwei bis drei kleinere Tagungen fielen wegen des Hochwassers aus. "Ansonsten sind wir zufrieden", heißt es dort. Deutschlandreisen würden verstärkt gebucht: "Darum sieht es gut aus, wir haben viele Buchungen über den Sommer."

Im Hotel-Restaurant Zur Struth in Eschwege sind die Mitarbeiter dagegen sehr zufrieden. "Wir können nicht meckern", sagt Inhaber Gerhard Dickmann. "Es scheint ein gutes Jahr zu werden."

Auch im Hotel Stadt Witzenhausen ist das Jahr gut gestartet: "Wir hatten 150 Übernachtungen mehr als im vergangen Jahr", sagt Torsten Missing. Übernachtet hätten meist Geschäftsreisende. Das würde im Sommer weniger. Doch dann hoffen die Mitarbeiter auf Wanderer und Radfahrer. Da das Hotel direkt am Werratal-Radweg liege, kämen viele Gäste spontan oder würden sich wenige Stunden vorher anmelden. Zwei Fahrradtouristen hätten wegen des Hochwassers der Werra abgesagt. Alle anderen Buchungen wurden wahrgenommen: "Die Leute sind mit dem Auto und dem Zug gekommen, da die Reise schon bezahlt war", so Missing.

Wer im Kreis Urlaub macht? Nach den Besuchern der Tourist-Informationen zu urteilen sind viele 50 plus, sagt Krabbes. Es kämen aber auch Familien mit Kindern. Jugendliche würden zum Beispiel zur Burg Ludwigstein fahren.

Von Lara Sasse

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