Triennale

Teilnehmer aus ganz Deutschland diskutieren in Eschwege über Fachwerk

Fachwerk in Eschwege: Das Gebäudeensemble rund um den Marktplatz ist besonders beeindruckend. In Eschwege stehen heute noch über 1000 Fachwerkhäuser. Foto: Weber/Archiv

Eschwege. Mit dem Beitrag „Fachwerkstädte - Impulse aus der Wirtschaft“ geht die Fachwerk-Triennale bereits zum dritten Mal an den Start. Eschwege ist nach 2009 wiederum Ausrichter der Auftaktveranstaltung im E-Werk und knüpft mit dem Thema „Wohnen in der Altstadt“ an die Erfolge und Ideen aus den vorhergehenden Triennalen an.

Die Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte (ADF) präsentiert diese im Turnus von jeweils drei Jahren als Beitrag zur Nationalen Stadtentwicklungspolitik und liefert damit Strategien, Konzepte und Projektideen zum Umbau von Fachwerkstädten unter der Projektleitung von Professor Manfred Gerner und Dr. Uwe Ferber, Stadt plus aus Leipzig.

Dass die Kreisstadt Eschwege heute noch knapp 20 000 Einwohner zählt, ist auch der gezielten Stadtentwicklung geschuldet. Seit 2013 ist ein Aufwärtstrend bei den Bevölkerungszahlen zu verzeichnen. Als Gründungsmitglied der ADF trat man in Eschwege bereits vor 40 Jahren in einen Dialog mit anderen Fachwerkstädten ein. In Denkmalschutz und Denkmalpflege, aber auch in den Tourismus wurden vermehrt Arbeit und Geld investiert. Mit der Auszeichnung im Wettbewerb „Ab in die Mitte“ und der Anerkennung als Pilotstadt im „Stadtumbau West“ wurde das 2003 und 2004 bereits belohnt, weitere Projekte wurden umgesetzt.

„In Eschwege haben wir in den letzten Jahren auch gute Erfahrungen in der Kooperation mit der Wirtschaft gesammelt“, sagte Bürgermeister Alexander Heppe. Als Beispiele erfolgreicher Stadtentwicklung nannte Engelbert Thielemann, Fachbereichsleiter Planen und Bauen der Stadt Eschwege und Vorsitzender der Lenkungsgruppe der Triennale 15, die Sanierung der Schlossgalerie und die erfolgreiche Ansiedlung des Stadtbahnhofes. Gemeinsam mit der kommunalen Eschweger Projektentwicklungsgesellschaft soll die Fachwerk-Innenstadt zum attraktiven Wohnort entwickelt werden. Mit dem Buch-Projekt „Eschwege den Hof machen“, in dem die noch ungenutzten Potenziale hinter den Fachwerkensembles aufgezeigt und Vorschläge zur Gestaltung gegeben werden, ist ein erster Schritt bereits realisiert worden. Die guten Erfahrungen bei der Vermarktung der Schlossgalerie werden Pate stehen und im Bereich Wohnen in der Altstadt sollen neue Wohnungsprojekte in ähnlicher Art umgesetzt werden. „Unser Ziel ist eine Verknüpfung dieser Initiative mit der Aufnahme in ein Folgeprogramm des Stadtumbaus Hessen, um die Finanzierung des Vorhabens zu gewährleisten“, sagt Thielemann.

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