Der letzte Schritt der Hochwassersicherung in Albungen kommt - 2,6 Mio. Euro Zuschuss

Trockenes Land in Sicht

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Staatssekretär Mark Weinmeister übergibt Bürgermeister Alexander Heppe den Bewilligungsbescheid für 2,6 Mio. Euro. Links Engelbert Thielemann vom Bauamt, rechts Ortsvorsteher Horst Schäfer.

Albungen. Gestern hat Staatssekretär Mark Weinmeister in Albungen den Bewilligungsbescheid für den letzten Schritt der Hochwassersicherung übergeben.

Groß war die Freude bei Bürgermeister Alexander Heppe, Kämmerer Reiner Brill, anwesenden Magistratsmitgliedern und Albunger Bürgern, als der Geldbote aus Wiesbaden verkündete, dass man sich für die höchstmögliche Förderquote von 85 Prozent entschieden habe. Bei Baukosten von 3,07 Millionen Euro steht somit auf dem Bescheid die stolze Summe von 2,6 Millionen Euro.

Die Albunger seien hart im Nehmen und was lange währte werde endlich gut, sagte der Bürgermeister. 1960 haben die Albunger erstmals auf die Notwendigkeit eines Hochwasserschutzes hingewiesen und dann 40 Jahre lang, bis endlich eine solide Brücke für Fahrzeuge den Fußgängersteg ablöste.

Als im Juni 2002 das Bauwerk eingeweiht wurde, hat es in Strömen geregnet und Ortsvorsteher Hermann Bartholomäus sein Versprechen eingelöst: Zur Feier des Tages wurde ein Schwein geschlachtet.

Gestern schien die Sonne und das Ende der Abtrennung von der Zivilisation bei Hochwasser ist in Sichtweite geraten. Ortsvorsteher Horst Schäfer sprach von einem „großen Ereignis für Albungen“. Er habe gar nicht gewusst, dass es bis zum Brückenbau vor zehn Jahren in Nordhessen eine Hallig gegeben habe, scherzte der Staatssekretär.

Noch einige Grundstückskäufe sind zu tätigen, dann kann die bestehende Flutmulde in einen Werraarm ausgebaut werden. Der soll das im Hauptarm übertretende Wasser an der anderen Dorfseite vorbeileiten. Beginn der Bauarbeiten soll im nächsten Frühjahr sein. Eine komplette Eindeichung, wie in den 1960er Jahren schon einmal angedacht, bleibt den Albungern endgültig erspart.

Von Helmut Mayer

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