Mängel beim Brandschutz sorgen für Verzögerung

A 44: Tunnel wird erst im Frühjahr fertig

Hessisch Lichtenau. Beim Bau der A 44 kommt es zu weiteren Verzögerungen. So wird der 2,2 Kilometer lange Abschnitt bei Hessisch Lichtenau voraussichtlich erst im nächsten Frühjahr freigegeben. Zuletzt hieß es, die Strecke solle im November oder Dezember in Betrieb gehen. Noch im vergangenen Jahr war sogar der Sommer 2013 als Termin genannt worden.

Als Grund für die Verzögerungen nannte A-44-Projektleiter Reinhold Rehbein von Hessen-Mobil Probleme bei der technischen Ausstattung des Schulbergtunnels. Im Kern geht es den Angaben Rehbeins zufolge um die Koordination der Brandschutzeinrichtung des Tunnel mit den übrigen Tunneln auf der Strecke. „Gerade im Falle eines Feuers im Tunnel müssen die Informationen schnell fließen, der Verkehr möglicherweise gestoppt oder umgeleitet werden“, sagte Rehbein. Das alles müsse zudem automatisiert ablaufen.

Die Pläne, die von der beauftragten Firma für den Schulbergtunnel vorgelegt worden seien, hätten nach Ansicht von Gutachtern nicht ausgereicht. „Wir mussten die Pläne ablehnen“, sagte Rehbein. Darüber hinaus gebe es Probleme mit der Videoüberwachung, so der A-44-Projektleiter. Jetzt müsse das Unternehmen nachbessern.

Rehbein bezeichnete die jetzt aufgetretenen Probleme, die zu der Zeitverzögerung geführt haben als „nicht ungewöhnlich“. Die technische Ausstattung eines Straßentunnels sei ein „hochkomplizierter Prozess“. Jedes einzelne Bauteil müsse geprüft werden und anschließend in einem komplexen System zu 100 Prozent funktionieren.

Rehbein betonte, dass die aktuellen Verzögerungen nichts mit der Insolvenz des österreichischen Tunnelbauers Alpine zu tun habe. „Diese Arbeiten sind inzwischen beendet.“, sagte er. Zudem sei die Alpine-Tochter, die den Schulberg-Tunnel errichtet habe, nicht von der Insolvenz betroffen. ZUM TAGE

Von Dieter Salzmann

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