Umgang voller Respekt

Margret Schulz-Bödicker hat Leitung des Oberstufengymnasiums übernommen

Schulleiterin: Margret Schulz-Bödicker ist seit vergangener Woche Chefin am Oberstufengymnasium in Eschwege und schwärmt von der sehr gute Arbeitsatmosphäre an der Schule. Foto: Sagawe

Eschwege. Margret Schulz-Bödicker schätzt besonders die „sehr gute Arbeitsatmosphäre“ am Oberstufengymnasium (OG) in Eschwege. „Schüler und Lehrer gehen vertrauens- und respektvoll miteinander um“, sagt die Schulleiterin.

Das müsse auch so sein, und der Mensch habe im Mittelpunkt zu stehen. Seit vergangener Woche ist die Pädagogin Chefin der Bildungseinrichtung.

„Wie soll ein Schüler lernen, wenn er nicht wertgeschätzt wird?“

Höflichkeit und Rücksichtnahme sind ihr wichtig, ebenso Achtung für den Gegenüber. Am OG würden diese Werte gelebt. „In der kurzen Zeit, in der ich hier bin, habe ich das erlebt, und auch das ist eine Stärke dieser Schule“, sagt sie. Diese Stärken müsse das Oberstufengymnasium in der Öffentlichkeit noch besser darstellen.

Schulz-Bödicker erzählt, dass es für sie in den ersten Tagen und Wochen an der neuen Schule darum gehe, sich mit den Gegebenheiten vertraut zu machen. „Ich muss erspüren, wie der Geist des Hauses, der Schulgemeinde ist“, sagt sie, „wenn es auf der atmosphärischen Ebene stimmt, kann man ganz viel miteinander erreichen.“ Aber das erfordere immer auch Kommunikation.

Gute Erfahrungen habe sie damit gemacht, die Menschen direkt anzusprechen, wenn etwas nicht stimmt; „und zwar bevor sich ein Problem so zugespitzt hat, dass es sich nicht mehr lösen lässt“. Der Ton und die Wortwahl müssten stimmen – und eben der respektvolle Umgang. Schulz-Bödicker: „Wie soll ein Schüler lernen, wenn er nicht wertgeschätzt wird?“

Die Lernbedingungen am Oberstufengymnasium bewertet sie überaus positiv, beschreibt Räumlichkeiten, Ausstattung, Angebot und Umgebung als angenehm. „Unsere Schüler sind privilegiert.“ Die jungen Menschen seien aber auch verpflichtet, die Chancen zu nutzen, die das Abitur bietet. Die Aufgabe der Schule sieht sie darin, Strategien zum Lernen zu vermitteln: „Lernstrategien sind wichtiger als reines Wissen, das ist heute überall verfügbar.“ Die Schüler müssten lernen, sich dieses Wissen anzueignen und anzuwenden. Eine Schule, der es gelingt, das zu vermitteln, sieht sie für die die Zukunft gerüstet.

Und wo sieht die neue Schulleiterin die Herausforderungen der Zukunft? Den Kontakt zu den umliegenden Schulen will sie wenigsten auf heutigem Niveau erhalten, möglicherweise intensivieren, das OG müsse sich der Flüchtlingsfrage stellen, Berufs- und Studienorientierung gelte es zu optimieren.  

Von Harald Sagawe

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