Open Flair: Die ersten Camper sind schon da

+
Beeindruckend: 15 000 Menschen übernachten während des Festivals auf dem Campingplatz. Die Felder und Wiesen sind in Parzellen unterteilt - der Sicherheit wegen. Foto: Greim

Eschwege. Die Ungeduld ist grenzenlos. Ganz offiziell eröffnet der Campingplatz des Open Flairs erst am Dienstagmittag. Die ersten Festivalbesucher sind aber schon am Freitag auf dem Platz.

„Das sind altbekannte Stammgäste, die es nicht abwarten konnten“, sagt Rainer Klippert. Er ist die nächsten Tage verantwortlich für 15 000 Besucher aus ganz Europa. Auf Wiesen und Feldern entsteht innerhalb weniger Tage Eschweges größter Stadtteil.

Seit Mittag sind Klippert und seine 25 Helfer damit beschäftigt, den Campingplatz herzurichten. Am Sonntagabend war alles soweit fertig, dass die Gäste anreisen könnten. Rund 300 waren am Sonntagabend schon angereist. 500 werden es bis zur offiziellen Eröffnung werden. Denn die hauptsächlich jungen Festivalgänger mögen den Campingplatz. Die kleine Stadt vor den Toren der Stadt ist für viele genauso wichtig wie das Festival auf Werdchen, Seebühne und Schlosspark selbst. Der Campingplatz gehört zum Flair des Flairs dazu.

6500 Meter Bauzaun hat die Crew von Rainer Klippert aufgebaut. Genauso viel Planenstoff wurde als Sichtschutz gezogen. Etwa 15 000 Kabelbinder wurden verbaut. Das Trassierband, das die Parzellen auf dem Platz abgrenzt, hat eine Länge von 40 Kilometern. Das entspricht der Strecke von Eschwege nach Eisenach.

„Richtig fertig wird man nie“, sagt Klippert, dessen Aufgaben auch während des Festivals nicht weniger werden. Der Unternehmer macht den Job für das Open Flair ehrenamtlich. Vor, während und nach dem Festival hat sein Betrieb auf dem Hessenring Betriebsferien. Für ihn kein Problem, denn die ehrenamtliche Arbeit entschädigt. „Hier herrscht ein familiäres Klima - nur friedlicher“, sagt er. Die Frühbucher auf dem Campingplatz sind hilfsbereit. Dafür, dass sie früher kommen, fassen sie auch mit an. Damit wird die Ungeduld, bevor es richtig losgeht, ein wenig gezügelt.

Von Tobias Stück

Kommentare