Marianne und Michael feierten vierzigjähriges Bühnenjubiläum in der Stadthalle

Ein unzertrennliches Paar

Noch gut drauf: Marianne und Michael in der Stadthalle. Foto: Pujiula

Eschwege. „Wir zwei sind unzertrennlich“, sangen sie einmal. Und das glaubt man ihnen: Nicht nur, dass sie seit 35 Jahren verheiratet sind – sie stehen auch schon 40 Jahre zusammen auf der Bühne. Marianne und Michael sind ein Markenzeichen geworden, zwei zusammengeschweißte Namen, die man sich einzeln nicht vorstellen kann.

Und sie sind stolz darauf, wie sie bei ihrem Auftritt an diesem Samstag in der Stadthalle mehrmals betonten. Sie wurden als das Traumpaar der Volksmusik angekündigt, ein Ehrentitel, der viele Jahre unumstritten war, bis das ZDF ihnen vor einigen Jahren ihre Fernsehshows strich – eine schmerzliche Erfahrung, wie sie bei ihrem jetzigen Auftritt nicht ohne Verbitterung erwähnten. Aber auch danach ging das Leben weiter. Und nun feiern sie mit viel Einsatzfreude ihr vierzigjähriges Bühnenjubiläum. In Rente will er noch lange nicht gehen, sagte der vor einigen Tagen 65 Jahre alt gewordene Michael, er hüpfte und sprang auf der Bühne (fast) wie ein junger Hirsch. Und auch Marianne, vier Jahre jünger und immer noch eine schöne Frau, präsentierte sich an diesem Abend mit viel Kraft und Spielfreude.

Instrumental begleitet wurden Marianne und Michael vom Orchester Otti Bauer, einem ausgezeichneten Ensemble mit viel Erfahrung. Die Musiker begleiten seit 25 Jahre das singende Paar bei ihren Bühnenauftritten. Die Stadthalle füllte sich an diesem Samstag nicht, war aber gut besucht: mit überwiegend älterem Publikum, treue und langjährige Fans, die mit Marianne und Michael älter geworden sind. Ehrensache, dass das Publikum die vielen Titel, die gesungen wurden, auswendig kannte und leise mitsang - etwa das „Försterhaus“ oder „Unser Land“.

Marianne und Michael zeigten, dass sie immer noch gut drauf sind. Und als Marianne mit einer Jodeleinlage das Publikum verzauberte, herrschte im Saal absolutes Schweigen: Niemand wollte einen einzigen Ton verpassen.

Viel Applaus am Schluss dieses unterhaltsamen, manchmal von einer leisen Wehmut durchzogenen Abends mit zwei beliebten Stars der Volksmusik.

Von Francisco Pujiula

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