Neues Lastschriftverfahren bereitet keine Probleme

Vereine sind bereit für Sepa-Umstellung

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Werra-Meißner. Die Vereine im Werra-Meißner-Kreis sind auf die Umstellung auf das Sepa-Lastschriftverfahren gut vorbereitet. Befürchtungen um einen erheblichen Mehraufwand und Mitgliederschwund sind bisher nicht eingetreten.

„Wir sind startklar“, sagt Jürgen Beck, Vorstandsvorsitzender des SV Reichensachsen. In seinem Verein wurde bereits vor einem halbem Jahr mit den Vorbereitungen begonnen. Im Januar werden noch mal nach dem altes System die Beiträge der Vereinsmitglieder eingezogen. Dabei sollen die Mitglieder dann über das neue System und ihre Mandatsnummer informiert werden. Die Mandatsnummer muss jedes Mitglied, bei dem per Lastschrift abgebucht wird, eindeutig identifiziert werden. Beim SV Reichensachsen sollen die rund 950 Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung noch einmal über das neue Verfahren aufgeklärt werden.

Auch die rund 380 Mitglieder des FC Großalmerode wurden beim letzten Einzug informiert. „Null Probleme bisher“, sagt Kassierer Ingo Lindmeier. Dass sich Mitglieder abmelden, wenn sie an die Abbuchungen erinnert werden, sei immer mal wieder ein Problem. Die meisten Mitglieder im Verein seien laut Lindmeier aber ohnehin aktiv. Mitglieder mit mehr als 50-jähriger Vereinszugehörigkeit sind ohnehin vom Beitrag befreit. Bereits vor zwei Jahren hat Lindmeier an einer Infoveranstaltung der Sparkasse teilgenommen, um sich auf die Umstellung vorzubereiten. „Das wurde damals ziemlich hochgekocht. Aber der Aufwand war letztendlich eher gering“. Der Verein nutzt von den Banken zur Verfügung gestellte Computerprogramme, um die Mitgliedsbeiträge zu verwalten.

Einfach gemacht hat es sich Marcus Stolle, der die rund 1300 Mitglieder des TSV Eschwege verwaltet. „Als Mandatsnummer haben wir die fortlaufende Mitgliedsnummern genommen“. Neumitgliedern werde diese bei der Anmeldung mitgeteilt. „Alle anderen informieren wir bei jeder Gelegenheit und spätestens mit der Einladung zur Jahreshauptversammlung“, sagt Stolle.

Dass es noch Informationsbedarf gibt, zeigt der rege Zuspruch den die Sparkasse Werra-Meißner für angekündigte Infoveranstaltungen erlebt. „Alles ausgebucht“, sagt Unternehmenssprecher Ulrich Siebert, „da müssen wir dann mal die Fragen der Kunden abwarten, um zu sehen wo es noch Klärungsbedarf gibt“. Generell könne er aber sagen, je größer die Institution sei, desto weiter sei sie bei der Umstellung des Abbuchungsverfahren.

Für Vereine, die sich bisher noch nicht gekümmert haben, sei es jetzt aber allerhöchste Zeit. Bis zum 1. Februar muss die Umstellung erfolgt sein. Auch die VR Bank Werra-Meißner sieht keine Probleme bei den Vereinskunden. Die benötigte Gläubiger-ID sei von den meisten Vereinen bereits bei der Bundesbank beantragt worden, heißt es in einer Pressemitteilung. (lad)

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