Förderverein will mit Flyer Botanischen Garten ins rechte Licht rücken

Ein verkanntes Kleinod

Botanischer Garten: Reinhard Schäfers hat aus dem Baum 2006 ein Kunstwerk gemacht, das an zentraler Stelle ein Anziehungspunkt für Jung und Alt geworden ist. Fotos: Mayer

Eschwege. Ein bebilderter Flyer soll den Botanischen Garten in Eschwege ins rechte Licht rücken für Einheimische und Besucher der Stadt gleichermaßen.

Ein im Dezember 2004 gegründeter und heute 68 Mitglieder zählender Förderverein hat sich zum Ziel gesetzt, die etwa 25.000 Quadratmeter große Parkanlage attraktiver zu gestalten.

Das ist dem Verein und seinen rührigen Mitgliedern mit Hilfe des Baubetriebshofs und anderer Unterstützer schon mit vielen Einzelmaßnahmen gelungen und die Ideen sind ihnen immer noch nicht ausgegangen, kündigt Vorsitzender Karl Heinz Reyer beispielsweise die Installation von Seniorensportgeräten an. Geliebäugelt wird auch mit einem Gartenfest in Verbindung mit einer Pflanzenbörse, erzählt Schatzmeisterin Petra Strauß bei der Vorstellung des Flyers im Rathaus. Angefertigt hat ihn das Atelier Blume, er zeigt aufklappbar einmal Informationen über den Garten und auf der anderen Seite einen Rundgang entlang 20 von 55 markanten Bäumen, vom chinesischen Götterbaum bis zum Urwelt-Mammutbaum.

Flyer-Vorstellung im Rathaus: V.li. Karl-Heinz Reyer, Alexander Heppe, Petra Strauß, Jutta Riedl, Jens Schellenberger.

Eine Luftaufnahme verdeutlicht die Positionierung des Gartens am Rand der Altstadt und dennoch als grüne Lunge mittendrin. Er schließt zwischen Oberer Anlage und Anlage zum Dünzebacher-Tor-Turm den sogenannten grünen Ring, zu dem noch Schlossplatz, Wiesenstraße, Torwiese und Müllers Weiden in Brückenhausen gehören.

Ursprünglich aus dem Erwerb eine Gärtnerei entstanden und städtischerseits mit Wegen, Bänken, Bäumen und Pflanzen versehen sollte daraus eine Grünanlage für jedermann werden. Aus Kostengründen vernachlässigt wurden nur die nötigsten Pflegemaßnahmen getätigt, das war der Startschuss für den Förderverein.

Es folgten eine Bestandsaufnahme der Bäume, eine ausgedehnte Spiellandschaft mit einem „Forum der Begegnung“. Je nach Kassenbestand und Spendenfluss wurden Informationstafeln angeschafft, Bäume beschriftet, ein Bienenlehrpfad und ein Insektenhotel eingerichtet.

Der Botanische Garten ist ein Schmuckstück geworden, Anwohner werfen ein Auge auf ihn, weitere „Beschützer“ könnte der Verein noch gebrauchen. Die Tourist-Information bietet in der kommenden Saison drei Führungen durch den Garten an und drei Gottesdienste stehen auf dem Programm.

Am Freitag, 19. April, hat der Förderverein um 18.30 Uhr im Gemeindehaus der Neustädter Kirche Jahreshauptversammlung. Interessent herzlich willkommen.

Von Helmut Mayer

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