Bildungseinrichtungen ab 2014 unter neuer Leitung – Steinhaus geht schon im Herbst

Verliert Eschwege die VHS?

Tanja

Eschwege / Witzenhausen. Ist das eine erste Konsequenz der Veränderungen bei den Volkshochschulen im Werra-Meißner-Kreis? Tanja Steinhaus, die Geschäftsführerin der VHS Eschwege, verlässt den Werra-Meißner-Kreis schon Ende September. Sie bestätigte auf Anfrage, dass sie ab 1. Oktober die Leitung einer Volkshochschule im Münsterland übernimmt. Steinhaus gab als Grund für ihren Wegzug aus Eschwege an, dann näher bei ihrem Ehemann und ihrer Familie sein zu können.

Offenbar werden jetzt schon personelle Weichen für die neue Kreisvolkshochschule gestellt. Auch gibt es Hinweise darauf, dass die Kreisstadt ihre Volkshochschule verlieren könnte. Denn noch ist unklar, ob die Strukturen an beiden VHS-Standorten auf Dauer erhalten bleiben und wo die VHS Werra-Meißner ihren Sitz nimmt.

Dienstsitze in Witzenhausen

Witzenhausen scheint dafür favorisiert zu werden. Denn in der Kirschenstadt haben Matthias Schulze und Burkhard Bax ihre Dienstsitze. Matthias Schulze ist Leiter des kreiseigenen Betriebs Jugend-, Freizeit- und Bildungseinrichtungen. Und Burkhard Bax, der Geschäftsführer der VHS Witzenhausen, soll nach Informationen unserer Zeitung zukünftig als pädagogischer Leiter fungieren.

Gegen Witzenhausen aber spricht, dass das VHS-Gebäude auf dem Schulberg in Eschwege dem Kreis gehört, hingegen das VHS-Domizil in Witzenhausen sich in einem angemieteten Haus, dem ehemaligen Amtsgericht, befindet. Und Miete kostet bekanntlich Geld.

Die finanzielle Entwicklung der VHS Witzenhausen, konkret deren Einnahme-Einbruch, brachte die Veränderungen erst ins Rollen. Über Jahrzehnte arbeiteten die Schulen in Eschwege und Witzenhausen unabhängig voneinander, näherten sich zuletzt mit Kooperationen an. Aber der Forderung der CDU im Kreistag, beide Einrichtungen verwaltungsmäßig zusammenzulegen, um zu sparen, verweigerten sich die SPD und FDP über Jahre beharrlich.

Nun beschloss der Kreistag im Juni, die Volkshochschulen in Eschwege und Witzenhausen zusammenzuführen und schon ab Anfang 2014 dem kreiseigenen Betrieb Jugend-, Freizeit- und Bildungseinrichtungen einzugliedern.

Von Melanie Salewski und Stefan Forbert

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