Wann WIZ zu haben ist, steht noch nicht fest

Verwirrung um neue WIZ-Kennzeichen

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Werra-Meißner. Ab wann Autofahrer mit dem wiedereingeführten Altkennzeichen WIZ fahren, ist noch unklar.

Nach dem Beschluss des Kreistages am vorigen Freitag stellt der Werra-Meißner-Kreis nun beim hessischen Verkehrsministerium einen entsprechenden Antrag, der dann an das Bundesverkehrsministerium und das Kraftfahrtbundesamt weitergeleitet wird.

Wie schnell die zuständigen Stellen grünes Licht geben, stehe nicht fest, sagte Landrat Stefan Reuß (SPD). „Ich hoffe, so schnell wie möglich.“ Einen Zeitpunkt mochte auch Wolfgang Harms, Sprecher im hessischen Verkehrsministerium, nicht nennen. Aber lange dauere dieses Verfahren nicht - „einige Wochen“, so Harms.

Indes gab es nach der Kreistags-Sitzung Unklarheiten darüber, ob die Neueinführung eines kreisweiten WMK-Kennzeichens wirklich vom Tisch ist. In der ursprünglichen Vorlage stand nämlich, dass der Kreistag „über die Wiedereinführung des Kraftfahrzeug-Unterscheidungskennzeichens WIZ und - sofern rechtlich möglich - über die Neueinführung des Unterscheidungskennzeichens WMK“ beraten und beschließen solle. Und darauf beriefen sich unter anderem Andreas Hölzel (FWG) und Andreas Trube (CDU) in der Debatte, die damit eine alte Forderung ihrer Fraktionen verwicklicht sahen.

Entschieden worden sei hingegen nicht über die Neueinführung von WMK, sagte Landrat Stefan Reuß (SPD) auf Anfrage. Laut Beschlusstext, „der auch so in der Sitzung vorgelesen wurde“, werde der Kreisausschuss beauftragt, die Wiedereinführung des Altkennzeichens WIZ bei den zuständigen Ministerien zu beantragen.

Würde der Kreis WMK einführen, müsste zugleich das ESW-Kennzeichen weichen, hatte Ministeriumssprecher Harms erläutert. Eingeführt werden könnte es dann wieder, wenn die Stadt Eschwege einen eigenen Zulassungsbezirk beim Land beantragt und genehmigt bekommt.

So einfach wie das WIZ-Kennzeichen wieder zurückkommt, werden vergleichbare Wünsche andernorts nicht erfüllt. Seit mehreren Monaten kämpfen Politiker in Hünfeld darum, das alte Kennzeichen HÜN wiederzubekommen. Doch Bernd Woide (CDU), Landrat des Kreises Fulda, weigert sich, einen entsprechenden Antrag beim Land zu stellen.

Für die Einheit des Landkreises Fulda, die man in 40 Jahren nach der Gebietsreform gewonnen habe, sei das ein Rückschritt, zitiert die Hünfelder Zeitung den Landrat. Zuvor hatten seine CDU-Parteifreunde in Hünfeld den Landkreis aufgefordert, „über seinen Schatten zu springen und die Wiederzulassung des Altkennzeichens HÜN zu erlauben“. (clm)

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