Züchter sind vorbereitet

Vogelgrippe ist noch kein Thema im Werra-Meißner-Kreis

Kein Anzeichen von Vogelgrippe: Das Geflügel in heimischen Zuchtbetrieben kann weiter den freien Ausgang genießen – so wie hier auf dem Gänsehof von Thomas Küllmer in Velmeden. Archivfoto: Köppe

Werra-Meißner. Viele Tierzüchter in Deutschland sind besorgt: Denn vor Kurzem ist bei einem Wildvogel in Deutschland der Vogelgrippe-Virus H5N8 festgestellt worden.

Daraufhin wurden in vielen Bundesländern eine Stallpflicht für Zuchttiere verhängt, um das Risiko einer möglichen Ausbreitung der Krankheit gering zu halten. Im Werra-Meißner-Kreis herrscht aber noch kein Grund zur Panik.

„Hier gibt es nicht die geringsten Anzeichen des H5N8-Virus“, sagt der Pressesprecher des Kreises, Jörg Klinge. „Wenn es Indizien gäbe, würden wir natürlich alle Hebel in Bewegung setzen“, sagt Klinge.

Somit müsse niemand hier im Kreis Angst haben, während der Feiertage die traditionelle Weihnachtsgans aufzutischen. Klinge berichtet weiter, dass jährlich zehn bis elf Wildenten im Kreis untersucht würden, um gegebenenfalls Erreger festzustellen.

„Aber momentan ist es so, dass das Veterinäramt keine Hinweise hat und es keine Auffälligkeiten gibt“, sagt Klinge. So sehen es auch die heimischen Geflügelzüchter. Markus Roth, Inhaber von Bioland Frischgeflügel Roth in Witzenhausen. „Wir verfolgen natürlich ganz gespannt die Thematik und wären auch vorbereitet, aber große Vorkehrungen haben wir bisher nicht getroffen“ sagt er bezüglich der Infektionskrankheit, die vor allem Vögel trifft. Roth: „Wir machen noch nichts Außergewöhnliches. Nicht, so lange es keine Anzeichen gibt, dass wir es müssen.“

Das Risiko besonders gering will Martin Schnitzer vom Eier- und Geflügelhof in Grebendorf halten. „Es wird jetzt natürlich ganz verstärkt auf die Tiere geachtet“, sagt er, „zudem kommt kein Fremder in den Stall und wir betreten diesen auch nur in spezieller Kleidung.“ Wenn H5N8 in unseren Breiten ausbricht, muss Geflügel im Ausbruchsbetrieb getötet und beseitigt werden. „Es gibt keine Heilung oder Impfung“, sagte die Amtsveterinärin Dr. Sabine Kneißl vom Landkreis Kassel.

Von Nico Beck

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