Vogelschützer aus Eschwege kümmern sich um die heimische Vogelwelt

Kontrolliert jährlich die Nistkästen in der Gemarkung Strahlshausen: der Eschweger Vogelzucht- und Vogelschutzverein. Foto:  privat

Eschwege. Die alljährliche Nisthöhlenkontrolle des Eschweger Vogelzucht- und Vogelschutzvereins umfasst etwa 150 Nisthöhlen in der Gemarkung Strahlshausen. Seit mittlerweile 30 Jahren werden zweimal im Jahr die angebotenen Nisthöhlen auf ihren Besatz hin kontrolliert, gereinigt und, wenn nötig, ersetzt.

Die angebotenen Kästen werden von Kleinvögeln sowohl zur Brut als auch zum Übernachten im Winter genutzt. Beliebt sind diese auch bei anderen „Mietern“: Dazu gehören Wespen, Haselmäuse und Siebenschläfer. Um allen Bedürfnissen der verschiedenen Arten gerecht zu werden, werden die unterschiedlichsten Typen von Nisthöhlen angeboten. Diese wurden in den vergangenen Jahren zum Schutz gegen Nesträuber wie Marder oder Waschbären umgebaut.

Bei den jährlichen Kontrollen war besonders auffällig, dass lediglich sogenannte Standvögel wie die Blaumeise, die Kohlmeise, der Feldsperling und der Baumläufer die angebotenen Nisthöhlen belegten. Eine größere Artenvielfalt wäre sicherlich ebenso wie eine höhere Rate bei der Belegung (gut 60 Prozent) wünschenswert. Dagegen ist die Auswertung der Zählung bezüglich der Eier und Jungvögel im Verhältnis zu den belegten Nisthöhlen befriedigend ausgefallen. In den aktuellen Statistiken sind die Kohlmeisen und Blaumeisen am häufigsten vertreten, sie stellten immerhin 70 Prozent der Gesamtzahl der aktuellen Nistkastenbewohner dar. Es folgt der Feldsperling und vereinzelt ein Baumläufer oder Kleiber. Die Ergebnisse der Zählungen in der jüngeren Vergangenheit waren stets als mittelprächtig zu bezeichnen. (red/cow)

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