VW baut weltweit 30.000 Stellen ab - Arbeitsplätze in Baunatal nicht in Gefahr

Kassel/Baunatal. Volkswagen baut weltweit 30.000 Arbeitsplätze ab. Im VW-Werk Kassel in Baunatal stehen zumindest in naher Zukunft keine Stellen auf dem Spiel.

In Deutschland sollen bis zu 23.000 Jobs wegfallen. Darauf einigten sich Vorstand und Betriebsrat mit dem Zukunftspakt für die Marke Volkswagen. Der Baunataler Werkleiter Thorsten Jablonski und Betriebsratschef Carsten Bätzold berichteten am Freitag in einer Gesprächsrunde mit der Presse, dass die Stellen in Baunatal derzeit sicher seien. Selbst für die rund 1000 Leiharbeiter in Baunatal gibt es eine Perspektive.

 „Ich glaube, dass wir das mit den Leiharbeitern hier hin bekommen“, sagte Bätzold. Weil der Standort derzeit sehr gut da stehe, gebe es aktuell keine Absage an Leiharbeiter. Neu organisiert wird allerdings der Bereich der Elektromobilität. Bei der Fertigung der E-Motoren bleibt Baunatal nicht mehr alleiniger Produktionsstandort. Laut Jablonski und Bätzold gibt es eine Kooperation mit dem Motorenwerk Salzgitter. Jeweils zu 50 Prozent werden in den beiden Werken die Elektromotoren für die demnächst auf den Markt kommenden reinen Elektroautos gebaut – wie etwa für den jüngst in Paris präsentierten VW I.D.

„In Baunatal bauen wir außerdem die Motoren für den e-Golf und den e-Up“, erläuterte Bätzold. Und: Der nordhessische Standort bleibt Leitwerk von Volkswagen im Bereich E-Antrieb. „Wir haben hier eine besondere Verantwortung bekommen“, so Jablonski. Planung und Entwicklung blieben hier. „Der fertige E-Antrieb wird aus Kassel kommen.“

Mit der Neuausrichtung der Marke Volkswagen nach dem Abgasskandal wird der Bereich der E-Mobilität massiv ausgebaut. Die Halle 6 als Produktionsbereich reiche da nicht mehr aus, erläuterte Baunatals Werkleiter. Ständig sei man schon jetzt dabei, Bereiche dafür in der Fabrik frei zu machen.

Von Sven Kühling und Martina Hummel

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