VR-Bank-Stiftung unterstützt das Projekt „Paten für Kinder psychisch kranker Eltern“

Die Unterstützung für das Patenprojekt ist groß: (von links) Aufwindmitarbeiterin Susanne Reiss, Aufwind-Vorstand Hartmut Kleiber, Peggy Wiegand (Beirätin der VR-Bank-Stiftung), VR-Bank-Vorstand Uwe Linnenkohl, Aufwind Mitarbeiterin Felicitas Rößler und Landrat Stefan Reuß. Foto:  Weber

Eschwege. Die erste Phase im Prozess des Crowdfundings hat das Projekt „Paten für Kinder und Jugendliche psychisch kranker Eltern" inzwischen gemeistert, nämlich 50 Fans zu begeistern. Nun liegt eine 90-tägige Spendenphase vor dem Projekt. Das Ziel ist es, am Ende 5000 Euro durch Crowdfunding (siehe unten) generiert zu haben, um das Projekt mitfinanzieren zu können.

Das Patenprojekt wurde vor einigen Jahren durch den Verein Aufwind und Mitarbeiterin Susanne Reiss ins Leben gerufen. Inzwischen ist auch Mitarbeiterin Felicitas Rößler daran beteiligt.

Eine erste Anschubfinanzierung gab die Aktion Mensch. Seit dem Auslaufen dieser Förderung ist das Fortbestehen des Projektes auf andere Unterstützer angewiesen. Die VR-Bank-Stiftung Werra Meißner erklärte sich als erste bereit, die Übergangs-Finanzierung zu übernehmen, mit einer festen Zusage von 10 000 Euro pro Jahr. „Unser Stiftungsbeirat ist überzeugt von dem Projekt“, sagte VR-Bank-Vorstand Uwe Linnenkohl. „Die Stiftung möchte das ehrenamtliche Engagement im Werra-Meißner-Kreis fördern.“

Nur, allein reichen diese Mittel noch nicht aus. Deshalb möchte die VR-Bank-Stiftung dabei mithelfen, weitere Mittel durch Crowdfunding aufzubringen. Dafür setzt sich Stiftungsbeirat Peggy Wiegand ein. „Die VR-Bank verdoppelt jede eingehende Spende bis 50 Euro. Natürlich kann man auch mehr spenden. Dann gibt die VR-Bank jeweils 50 Euro dazu.“

Ein weiterer Unterstützer im Bunde ist der Werra-Meißner-Kreis. Er finanziert die Einzelfallhilfe über das Jugendamt mit. Insgesamt soll es so ermöglicht werden, gemeinsam das Zeitkontingent einer halben Stelle für das Projekt zur Verfügung zu stellen. Diese wird benötigt, um die Hilfe der ehrenamtlichen Paten zu koordinieren und zu begleiten.

In dem Projekt werden Paten an Kinder vermittelt, die aus Familien stammen, in denen ein Elternteil psychisch erkrankt ist. Die Paten sollen den Kindern als Ansprechpartner von außen Stabilität geben. 20 Patenschaften sind angestrebt, aktuell gibt es neun und drei in der Anbahnung. Die Paten verbringen Zeit mit den Kindern und nehmen diese auch bei sich auf, etwa, wenn die Eltern in die Klinik müssen. „Die Gefahr, selbst zu erkranken, ist für Kinder aus instabilen Familienverhältnissen groß“, sagt Aufwind-Vorstand Hartmut Kleiber.

Auch Landrat Stefan Reuß ist überzeugt, dass die Präventionsarbeit wichtig ist. „Jede Inobhutnahme eines Kindes durch das Jugendamt, die wir auf diese Weise verhindern können, ist gut.“ Dies gelte nicht allein im Hinblick auf den finanziellen Aufwand: Das Wohl der Kinder steht im Vordergrund. „Das Patenprojekt wirkt“, sagt Felicitas Rößler. „Die Kinder können von der stabilen Beziehung zu ihren Paten sehr stark profitieren.“

Das ist Crowdfunding

Crowdfunding (deutsch: Schwarmfinanzierung) ist eine besondere Art der Finanzierung. Kapitalgeber ist nicht nur eine Person oder ein Unternehmen, sondern eine Vielzahl von Personen ist beteiligt, die sich über das Internet finden. Vor jeder ausgelobten Aktion wird eine Mindestkapitalmenge - in diesem Fall sind es 5000 Euro - festgelegt. Wer sich an dem Aufwind-Projekt „Paten für Kinder und Jugendliche psychisch kranker Eltern“ beteiligen möchte, kann das im Internet auf folgender Homepage machen:

vrwm.viele-schaffen-mehr.de/patenschaftsangebot

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