VW-Skandal: Autohäuser im Werra-Meißner-Kreis für Rückrufaktion gerüstet

Eschwege/Bad Sooden-Allendorf. Die VW-Autohäuser im Werra-Meißner-Kreis sind gerüstet für die Korrektur manipulierter Motorsteuerungen in den Dieselfahrzeugen des Konzerns. Von Januar an sollen die betroffenen Autos in die Werkstätten gerufen werden.

Im günstigsten Fall muss eine modifizierte Software aufgespielt werden. Aber auch mechanische Umbauten können erforderlich sein. „Wir haben schon Prüfgeräte geordert, zusätzliches Personal wird eingestellt“, sagt Torsten Stöber, Geschäftsführer im gleichnamigen Autohaus, das Standorte in Eschwege, Bad Sooden-Allendorf und Witzenhausen hat. „Wir sind aus dem Stand handlungsfähig“, ergänzt Andrea Stöber.

 „Unsere Mitarbeiter sind ständig in Fortbildung. Vom „Ausbau der Werkstattkapazitäten“ berichtet auch Alexander Meyer von der Geschäftsleitung des Autohauses am Brückentor in Eschwege. „Wir rechnen mit rund 1800 Fahrzeugen“, so Meyer. „Stand heute geht es mit den Zwei-Liter-Diesel-Modellen los.“ Auf eine Größenordnung will Stöber sich nicht festlegen. „Das ist ganz schlecht abzuschätzen, wir verkaufen pro Jahr rund 2000 Neu- und Gebrauchtwagen. Reicht die Software-Erneuerung aus, sei mit einem Zeitaufwand von einer guten Stunde zu rechnen, sind mechanische Veränderungen erforderlich, „wir das mehr Zeit in Anspruch nehmen“, so Stöber.

Für beide Autohäuser gilt: Mit den Kunden werden offener Umgang und intensive Kommunikation gepflegt. „Natürlich ist das in Kundengesprächen ein Thema, es ist aber nicht so, dass wird überrannt würden“, sagt Torsten Stöber. „Wir reden offen mit den Kunden, Proteste größeren Umfangs sind Einzelfälle“, so Meyer. Wirkt die Umrüstaktion wie ein Konjunkturprogramm für die Autohäuser? „Ich gehe von einer „Null-Rechnung aus“, sagt Alexander Meyer. „Ja und nein“, antwortet Torsten Stöber. „Natürlich werden wir mehr Aufträge haben, aber auch mehr Aufwand.“ Die betroffenen Kunden werden in Wellen vom Konzern angeschrieben. Mit den Autohäusern müssen Termine vereinbart werden.

Bei der Firma Stöber kümmert sich ein separates Team um die Abwicklung. Auch wenn Volkswagen noch nie in einer solchen Krise gewesen sei, so Stöber, sei er überzeugt davon, dass der Konzern gut wieder heraus komme. Der Prozess werde insgesamt zu positiven Veränderungen führen“, sagt er. „Außerdem“, so Andrea Stöber, „sind wir selbstständige Händler und in relativer Unabhängigkeit vom VW-Konzern.

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