Regenreiches Frühjahr war für Fichten wichtig

Wälder im Kreis sind in gutem Zustand

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Werra-Meißner. Dank der Witterung des vergangenen Jahres geht es den Wäldern im Werra-Meißner-Kreis gut: Viel Regen in der ersten Jahreshälfte 2013 hat den Bäumen geholfen. Das geht aus dem Waldzustandsbericht des Hessischen Umweltministeriums hervor.

Matthias Dumm, Forstamtsleiter aus Hessisch Lichtenau, hat die Ergebnisse für die Wälder im Kreis bestätigt. Nahe des Kaufunger Waldes bei Witzenhausen werden auf einer Untersuchungsfläche zum Beispiel Niederschlag und Bodenwasser erfasst. Diese Ergebnisse fließen in den Bericht ein, sagt Dumm. Vor allem an Fichtenkronen ließe sich der Grad der Waldbeschädigung gut ablesen. Diese haben am meisten unter den trockenen Sommern der Vorjahre gelitten, erklärt Dumm. Als Flachwurzler würden sie vertrocknen, wenn der Boden nicht genug Wasser enthält. Mit 25 Prozent hätten sie laut Dumm derzeit aber eine geringere Kronenverlichtung, sind also dichter als in den Vorjahren.

Bei Buchen, die neben Eichen zu den häufigsten heimischen Laubbäumen zählen, sei das schwieriger abzulesen. Aber auch ihr gehe es gut, da sie nicht wie in vergangenen Jahren viele Bucheckern angesetzt habe. Großer Fruchtanhang sei ein Signal für Stress, erklärt Matthias Dumm.

Schadstoffbelastungen, die in den 1980er-Jahren zum Waldsterben führten, sind laut Dumm heute kaum noch ein Problem für die Wälder. Allerdings seien die Klimaveränderungen bedenklich. "Die Sommer werden immer trockener. Das macht den Bäumen zu schaffen", sagt Matthias Dumm. Ziel des Forstamts sei, den Wald dauerhaft nutzen zu können. Wegen der prognostizierten Klimaerwärmung pflanzt es deshalb vermehrt klimastabilere Baumarten wie die Douglasie oder die Eiche.

Ein milder Winter wie dieser sei für die Bäume kein Problem, sagt Matthias Dumm. Allerdings würden bei anhaltend frühlingshaften Temperaturen auch die Schädlinge gut gedeihen. (sib)

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