Im Werra-Meißner-Kreis sind 10 450 Waffen registriert

Waffenregister soll Polizeiarbeit erleichtern

+
Ein Mitarbeiter des Bundesverwaltunsgamtes in Köln präsentiert die Funktionsweise des neuen nationalen Waffenregisters.

Werra-Meissner. Derzeit gibt es 10 450 legale Waffen im Werra-Meißner-Kreis. Diese Zahl wurde nun von der lokalen Waffenbehörde an das neue Nationale Waffenregister (NWR) gemeldet.

Seit dem 1. Januar müssen bei dem im Bundesverwaltungsamt in Köln angesiedelten NRW, alle 5,5 Millionen in Deutschland registrierten Waffen gemeldet werden. Bislang wurden diese Daten bei 551 einzelnen Behörden, zum Teil sogar noch auf Karteikarten, festgehalten.

Wesentliche Erleichterung soll das neue Register vor allem für die Polizeiarbeit bringen. „Das neue Waffenregister macht Hessen ein Stück sicherer, da nun alle Informationen über private Schusswaffen für die Polizei auf einen Knopfdruck bereitstehen“, sagt Mark Kohlbecher, Pressesprecher des hessischen Innenministeriums. Damit würden die oft wochenlang dauernden manuellen Abfragen bei den einzelnen Waffenbehörden der Vergangenheit angehören. „Besonders bei zeitkritischen Ermittlungen ist dies ein enormer Vorteil für die Polizeiarbeit“, sagt Kohlbecher. Bei der Polizeidirektion Werra-Meißner ist man über die neue Funktion noch nicht informiert. „Doch wenn eine Abfrage so einfach wird, wäre das eine enorme Sicherheitssteigerung für die Beamten“, bestätigt Polizeisprecher Reiner Lingner. Gerade, wenn die Beamten zu Einsätzen wegen häuslicher Gewalt gerufen würden, wäre es gut direkt zu wissen, dass sich eine Waffe im Haus befinden könnte.

Mit 5800 Waffen ist die Gruppe der Jäger als größte Gruppe in dem neuen Register eingetragen. Zweitgrößte Gruppe sind die Sportschützen mit 2500 legalen Waffen. Im vergangenen Jahr wurden kreisweit allerdings 250 Waffen freiwillig abgegeben. Dies führt Kreissprecher Jörg Klinge auf die verschärften Sicherheitsstandards für die Aufbewahrung zurück. Bei stichprobenartigen Kontrollen wurden dabei 2012 insgesamt 19 Ordnungswidrigkeiten festgestellt.

Von Diana Rissmann

Kommentare