Wakeboard-Anlage: Planungen sind „noch etwas blauäugig“

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Auch auf dem Werratalsee plant Investor Jan Brünjes von Blue Bay eine große Wakeboard-Anlage.

Eschwege. Die Vorplanungen für den Wasserski- und Wakepark am Nordufer des Werratalsees stehen. Bevor das Großprojekt von Investor Jan Brünjes, der mit seinem Unternehmen Blue Bay bereits drei solcher Anlagen in Deutschland und den Niederlanden betreibt, aber tatsächlich realisiert werden kann, muss noch viel passieren.

Vor allem die Abstimmung mit anderen Nutzern des Werratalsees müsste nun intensiv weitergeführt werden, meint Alexander Feiertag. Der SPD-Fraktionschef leitete die Sitzung des Bau- und Planungsausschusses, in der Jan Brünjes sein Vorhaben, das auch die Eröffnung eines Seecafes beinhaltet, zum ersten Mal öffentlich in Eschwege vorstellte.

„Das Projekt hat viel Potential und ist grundsätzlich sehr zu begrüßen“, so Alexander Feiertag, „allerdings muss planerisch noch viel geschehen, damit Eschwege und die Region hier tatsächlich eine Aufwertung erfahren.“ Die Pläne des jungen Unternehmers aus Niedersachsen sehen eine erste Ausbauphase im Jahre 2014 vor, spätestens zum Sommer sollen dann zunächst eine Wasserski- und Wakeboardseilbahn sowie ein Versorgungsgebäude stehen, damit der Betrieb aufgenommen werden kann. Außerdem sollen bis dahin Möglichkeiten zum Spielen von Beachvolleyball und Streetball geschaffen sein.

„Es muss geklärt werden, ob die Seilbahn, die ja von Masten getragen wird und auch von Bojen und eigens zu bauenden Rettungsstegen umgeben ist, die Ausübung anderer Aktivitäten auf dem Wasser beeinträchtigen könnte“, so Alexander Feiertag, dem die Planungen bislang „noch etwas blauäugig“ erscheinen.

Auch die Ruderer, Segler, Angler und Surfer sowie die Betreiber des Ausflugsschiffs „Werranixe“ müssten nun unbedingt eingebunden werden, um eventuelle Beeinträchtigungen der verschiedenen Aktivitäten zu vermeiden. Auch naturschutzrechtliche Belange seien zu berücksichtigen, ebenso Lärm- und Wasserschutz. Die fünf Masten zur Installierung der ersten Seilbahn seien 13 Meter hoch, es müsse auch geklärt werden, wie sich der Betrieb der Anlage auf Lebewesen und Pflanzen im und am See auswirke.

Von Melanie Salewski

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