Warme Hülle für die Polizei

Polizeidirektion wird für 4,6 Millionen Euro saniert

Sanierung: Die Polizeidirektion Werra-Meißner in Eschwege wird modernisiert. Das Gebäude an der Niederhoner Straße bedarf der energetischen Sanierung. Fotos: Sagawe

Eschwege. Die Vorbereitungen laufen, im November wird dann auch mit den Bauarbeiten am Gebäude der Polizeidirektion Werra-Meißner an der Niederhoner Straße in Eschwege begonnen. Die ersten Beamten sind gerade dabei, ihre Büros zu räumen und in Ausweichunterkünfte umzuziehen.

Während der nächsten zweieinhalb bis drei Jahre soll der Altbau in drei Bauabschnitten mit einem Kostenaufwand von 4,6 Millionen Euro energetisch saniert werden. Das ist das Hauptanliegen des umfangreichen Projektes. Fenster und Türen werden erneuert, Außendämmung wird montiert. Im Zuge dieser Modernisierung des 1938 erstmals bezogenen Gebäudes, das seither ganz unterschiedlich genutzt wurde, werden auch einige technische Neuerungen umgesetzt und die Raumordnung optimiert. Jetzt noch im Keller untergebrachte Büros ziehen in das Dachgeschoss um.

Insgesamt 130 Mitarbeiter sind im Schichtdienst in dem Gebäude beschäftigt. Ein Teil der Beamten und Angestellten wird während der Bauphasen in Container umziehen, die auf dem Grundstück bereits aufgestellt wurden. In den dreizehn Behelfsräumen entstehen vorübergehend 20 Arbeitsplätze.

Containerbüros: Erster Polizeihauptkommissar Stefan Windemuth zeigt die Ausweichquartiere.

„Die erheblichen Baumaßnahmen werden auch die Besucher der Liegenschaft betreffen“, kündigt erster Polizeihauptkommissar Stefan Windemuth an. Platz auf dem Gelände der Direktion werde Mangelware. Darauf müssten sich auch Besucher der Dienststelle einrichten. „Möglicherweise stehen auf dem Gelände der Polizei zeitweise keine Parkplätze zur Verfügung, und Wege im Haus und auf dem Gelände müssen anders als bisher gewohnt gewählt werden“, sagt Stefan Windemuth.

Die mit der Modernisierung beauftragten Baufirmen werden einen erheblichen Platzbedarf haben und große Teile des Innenhofes hinter dem Hauptgebäude zum Abstellen von Maschinen und zur Lagerung von Baumaterial beanspruchen.

Die Wache bleibt zunächst an gewohnter Stelle unmittelbar am Haupteingang. Mit fortschreitendem Baufortgang wird aber auch diese erste Anlaufstelle für Besucher vorübergehend ausgelagert werden müssen.

Die energetische Sanierung der Direktion ist dringend notwendig, um Energiekosten zu reduzieren. Das Gebäude, das in den dreißiger Jahren entstanden und mit Aluminiumfenstern aus den achtziger Jahren ausgestattet ist, entspricht nicht mehr den energetischen Anforderungen der heutigen Zeit. Das soll sich mit der Modernisierung ändern. Ebenso ist die Ausstattung in Teilen der Polizeiwache überaltert und bedarf der Erneuerung.

Von Harald Sagawe

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