Wechselhaftes Wetter sorgt für Ernteeinbußen im Werra-Meißner-Kreis

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Ziehen ihre Bahnen: Viele Mähdrescher sind derzeit im Werra-Meißner-Kreis unterwegs, um die Ernte einzubringen. Foto: Thomas Meder

Eschwege. Die Getreideernte im Werra-Meißner-Kreis ist im vollen Gange. Insgesamt sollen laut Hessischem Bauernverband landesweit zwei Millionen Tonnen Getreide geerntet werden. Doch starke Regenfälle im Juni hinterließen ihre Spuren.

Dem Vorsitzenden des Kreisbauernverbands Horst Kupski zufolge sei Ende Juni fast ein Fünftel des Jahresniederschlages in einigen Orten des Werra-Meißner-Kreises gefallen. „Heftiger Regen“, so Kupski, „vernichtet Ernten.“ Abknickende Ähren und Lagergetreide könnten auch von modernen Mähdreschern kaum beziehungsweise gar nicht geerntet werden. Das am Boden liegende Getreide beginne zu faulen und werde von Schnecken angefressen.

Knapp 4500 Hektar Wintergerste wurden dieser Tage im Werra-Meißner-Kreis abgeerntet. Die Ergebnisse seien bis jetzt noch zufriedenstellend. In einigen Wochen werden nach Angaben Kupskis die nächsten Feldfrüchte reif: Von knapp 4000 Hektar landwirtschaftlicher Fläche wird Raps geerntet, von 7800 Hektar Winterweizen und von 600 Hektar Sommergerste. Winterweizen sei dabei mit Abstand die wichtigste Getreideart in Hessen und nehme mit 165 000 Hektar mehr als die Hälfte der hessischen Getreidefläche ein, teilt der Hessische Bauernverband mit. Wegen des wechselhaften Wetters im Juni werden hier die Erträge voraussichtlich niedriger ausfallen als erwartet.

Kupski stellt aber auch fest: „Es gibt Feldfrüchte, die von dem Wetter profitieren.“ Zuckerrüben und Mais gehörten dazu. Sie seien in einem guten Wachstumszustand. Auch die Gräser auf den Weiden und Mähwiesen hätten ausreichend Wasser für einen guten dritten und vierten Schnitt. „Den Kühen wird es an Futter nicht mangeln“, erklärt der Vorsitzende des Kreisbauernverbands. (fis)

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