Die Einführung wurde bislang immer wieder verschoben

Wehren im Kreis funken ab 2013 digital

Eschwege. Die Rettungskräfte im Werra-Meißner-Kreis funken ab 2013 digital. Dies teilte Landrat Stefan Reuß während einer Informationsveranstaltung für die Bürgermeister der 16 Kommunen im Kreis und die Leiter der Feuerwehren mit.

Die Einführung des bundesweiten Digitalfunks wird seit 2006 vorangetrieben, wurde allerdings im Werra-Meißner-Kreis seitdem immer wieder verschoben. Nun sei man zuversichtlich, dass es im kommenden Jahr tatsächlich klappe, sagt Kreisbrandinspektor Christian Sasse während der Veranstaltung. „In Südhessen funken sie schon digital, in Ost- und Mittelhessen geht es gerade los und als Nächstes kommen wir“, sagt Sasse. Dass die Einführung immer wieder verschoben wurde, liegt seiner Meinung nach an den Abstimmungsschwierigkeiten der Bundesländer untereinander, da der Funk bundesweit eingeführt wird, und nicht an der Technik. „Die Technik funktioniert und wird ja auch schon eingesetzt“, sagt Sasse. Im Gegenteil bringe der Digitalfunk den Wehren viele Vorteile. So bekomme die Leitstelle bei einem Einsatz schnell Rückmeldung, ob genug Einsatzkräfte kommen können. „Bislang können die Feuerwehrleute nicht direkt antworten, ob sie kommen können oder nicht, so dass erst beim Eintreffen in der Feuerwache klar ist, ob genug Kräfte da sind“, sagt Sasse. Zudem müssen sich die Wehren im Kreis derzeit einen analogen Kanal teilen. „Bei mehreren Einsätzen gleichzeitig wird dann nacheinander gefunkt“, sagt Sasse. Beim Digitalfunk könne nun jede Wehr einen eigenen Kanal bekommen und während Einsätzen ungestört untereinander kommunizieren.

In der Kreisstadt Eschwege ist die Umrüstung zum Digitalfunk im Haushalt 2013 mit 200 000 Euro eingeplant, teilt Stadtkämmerer Reiner Brill mit. Angeschafft werden sollen 56 Handgeräte, 18 Einbaugeräte für die Fahrzeuge sowie zwei Geräte für die Leitstelle.

Von Diana Rissmann

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