Weiterhin Vertrauen

VW: Autohäuser berichten über Gelassenheit bei Kunden nach Skandal

Eschwege. Erstaunlich ruhig verhalten sich derzeit die Kunden der beiden VW-Autohäuser Am Brückentor in Eschwege und Stöber mit Sitz in Bad Sooden-Allendorf, Witzenhausen und Eschwege. Der Skandal um die geschönten Abgaswerte habe zu keiner Hysterie oder stornierten Bestellungen geführt, heißt es in beiden Autohäusern.

Natürlich komme es zu Fragen, sagt Alexander Meyer aus der Geschäftsleitung des Autohauses Am Brückentor, aber: „Die sind sehr sachlich, die Kunden möchten erst einmal wissen, welche Fahrzeuge überhaupt betroffen sind.“ Vor allem die Kunden der Neuwagen könnten aufatmen: „Betroffen sind Diesel-Fahrzeuge der Jahrgänge 2008 bis 2013.“

Alexander Meyer

Aber auch die könne man jetzt nicht pauschal unter Verdacht stellen, zuerst einmal müsse die Liste des Autoherstellers abgewartet werden, auf der die betroffenen Fahrzeuge stehen.

„Die soll in den nächsten Tagen kommen“, sagt Torsten Stöber, Geschäftsführer vom gleichnamigen Autohaus. Erst dann könne er seinen Kunden auch verlässliche Angaben darüber machen, ob deren Fahrzeuge betroffen sind oder nicht. „Bis dahin müssen wir abwarten.“ Seine Kunden würden aber selten nachfragen, vielmehr bekunden sie weiter ihr Vertrauen in Volkswagen: „Die Menschen gehen schon davon aus, dass der Autobauer alles wieder richten wird.“ Der habe auch angekündigt, uneingeschränkt für den Fehler geradestehen zu wollen.

Torsten Stöber

Diese Aussage beschert Meyer derzeit schon viele Anrufe und Gespräche – weil seine Kunden schon jetzt einen Termin abmachen wollen, an dem ihr Wagen umgerüstet wird. „Da es aber noch gar keine Rückrufaktion gibt, können wir das natürlich nicht machen“, sagt Meyer.

Von Constanze Wüstefeld

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