Welt verändern in 99 Sekunden

Jungfilmer aus dem Kreis drehen für Filmwettbwerb

Das Team von 360 Grad beim Dreh mit ihren Schauspielern: Julian Cassel (von links), Pascal Jakob, Nelli Strieder, Mario Beck, Christian Scharlach, Christoph Martin, Daniel Drescher, Jousaf Hassani, Florian Baier und Bob.

Eschwege. 99 Stunden für 99 Sekunden: Eine Gruppe Jungfilmer aus dem Werra-Meißner-Kreishat sich dieser Aufgabe gestellt und nimmt an dem 99 Fire Film Awards teil. 360 Grad nennt sich die Truppe, dahinter stecken elf junge Hobby-Filmemacher, die sich vor drei Jahren zusammengefunden haben.

Bei dem Filmwettbewerb hatten die Elf insgesamt 99 Stunden, um einen man 99 Stunden Zeit, um einen 99-sekündigen Film zu einem vorgegebenen Thema zu realisieren. Wir haben sie dabei begleitet, um einen Einblick in ihre Arbeit zu geben.

Donnerstag

Das Thema wird bekannt gegeben, dieses Jahr steht der Award unter dem Motto „Was ich schon immer tun wollte!“. Jetzt geht es ans Drehbuchschreiben. Am Ende steht die Geschichte um ein Mädchen, das morgens in der Zeitung vom Leid der Welt liest und ihre Eltern fragt, ob es sie denn gar nicht interessiere.

Vom Desinteresse der Eltern aufgeweckt, macht sie sich auf, das Internet zu hacken. In einer verlassenen Wohnung setzt sie das Internet außer Kraft. Ihr Plan geht auf, doch ihr Angriff bleibt nicht lange unbeobachtet. Agenten werden auf sie aufmerksam, suchen nach ihr, doch alles, was sie finden, ist das bereits verlassene Zimmer.

Sie hat erreicht, die Welt zum Umdenken zu bringen, die Menschen gehen auf die Straße und unterhalten sich, da dies ihre einzige Informationsquelle ist. Der Film endet wie er begann: Am Frühstückstisch der Eltern, ob das Mädchen nur geträumt hat, bleibt offen.

Freitag

Die erste Klappe fällt: Drehort ist eine verlassene Wohnung, in der das Team von 360 Grad einen Tisch mit Computern und Monitoren aufgebaut hat. Unter der Regie von Daniel Drescher, der Kameraarbeit von Florian Baier und dem Tonmann Bob entsteht die erste Szene. Nelli Strieder, die im Film die Hackerin spielt, wacht auf und macht sich gleich an die Arbeit. Am nächsten Tag wird auf einem Parkdeck gedreht, die Agenten suchen nach dem Mädchen. Nach etwa zwölf Stunden Dreh ist schließlich alles im Kasten.

Samstag und Sonntag

Am nächsten Tag geht es in den Schnitt, eine große Hürde ist hier die vorgegeben Länge von genau 99 Sekunden. Anschließend heißt es Feinschliff, damit auch alles stimmt. Nach über vier Tagen harter Arbeit ist es geschafft und der Film eingereicht. Jetzt heißt es Daumen drücken.

Von Selina Kaiser

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