Werra-Meißner-Kreis gilt als gering gefährlich und liegt auf Platz 53

Wenig Unfälle mit Kindern

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Kinder mit Fahrradhelm.

Eschwege. Der Werra-Meißner-Kreis gehört zu den Regionen in Deutschland, in denen die wenigsten Kinder bei Verkehrsunfällen verunglücken.

Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Kinderunfallatlas der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt), in dem das Unfallgeschehen zwischen 2006 und 2010 ausgewertet wurde.

Statistisch betrachtet belegt der Kreis unter den 412 Landkreisen Platz 53 und wird als Region mit geringer Unfallbelastung bei Kindern eingestuft. Das bedeutet, dass deren Unfallquote bezogen auf 1000 Kinder bis 14 Jahren zwischen null und 25 Prozent liegt. Unterschieden wird zwischen den Kategorien geringe, geringe bis mittlere, mittlere bis höhere und hohe Unfallbelastung.

Am besten schneidet der Kreis bei der Zahl der als Radfahrer verunglückten Kinder ab und belegt hier Platz 34 im bundesdeutschen Ranking unter den Regionen, deren Unfallbelastung als gering eingestuft wird. Dabei geben die Statisten allerdings zu bedenken, dass solche Ergebnisse auch im Hinblick darauf zu bewerten sind, dass in anderen Regionen deutlich mehr Kinder mit dem Fahrrad unterwegs sind als hier.

Deutlich schlechter schneidet der Kreis bei denen als Fußgänger verunglückten Kindern ab. Hier wird die Region der Kategorie geringe bis mittlere Belastung zugeordnet und belegt auch nur Platz 165. Eine mittlere bis höhere Unfallbelastung schreibt die BASt dem Landkreis bei der als Pkw-Mitfahrer verunglückten Kindern zu. In dieser vorletzten Einordnung belegt der Kreis hier Platz 228.

Tatsächlich verunglückten im Werra-Meißner-Kreis im Jahr 2011 21 Kinder bei Verkehrsunfällen. Dabei erlitten 13 Kinder leichte Verletzungen, elf wurden schwer verletzt.

„Hier müssen Eltern, Schulen, Kindergärten und Polizei eng zusammenarbeiten.“

Darüber hinaus kamen bei sieben weiteren Unfällen 18 Kinder als Mit- beziehungsweise Soziusfahrer zu Schaden. Genau in dem Bereich, in dem der Kreis aber von den Statistikern als vorbildhaft eingestuft wird, liegt hier zumindest im Jahr 2011 der höchste Wert. Von den 21 verunglückten Kindern waren 15 als Radfahrer unterwegs, die anderen sechs als Fußgänger.

Dass weniger Kinder im Straßenverkehr verunglücken, führt die Polizei auch auf die gezielte Prävention und Ausbildung an Kindergärten und Schulen zurück. „Hier müssen Eltern, Schulen, Kindergärten und Polizei eng zusammenarbeiten“, sagte der Verkehrserzieher Rolf Schäfer. Er und sein Kollege Rüdiger Kunz unterrichten in diesem Jahr 814 Viertklässler, die unter anderem ihren Fahrradführerschein ablegen konnten. Zudem wurden 2012 490 Kindergartenkinder und deren Eltern an 32 Kindergärten im Straßenverkehrsfragen geschult.

Von Stefanie Salzmann

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