Verzahnung von Werra und Stadt: Verkehrsaufkammen soll abnehmen

Weniger Autos am Fluss

Eschwege. Die Strecke zwischen dem Schlossplatz und der Stadthalle über den Mühlgraben und die Wiesenstraße ist bei Autofahrern so beliebt, weil die Verkehrsteilnehmer die Alternativroute über die Humboldtkreuzung wegen langer Wartezeiten vor der Ampel meiden.

Um die Konzeption zur Verzahnung von Innenstadt und Fluss zu verwirklichen soll das Verkehrsaufkommen entlang der Werra reduziert werden.

Voraussetzung für das Gelingen dieses Vorhabens ist ein besserer Durchfluss auf der Humboldtkreuzung. Gleichzeitig muss die Ausweichstrecke ihrer Attraktivität beraubt werden. „Wir wollen den Verkehr anders verteilen“, sagt Bauausschussvorsitzender Alexander Feiertag.

Der Umbau der Humboldtkreuzung zum Kreisverkehr liegt in erster Linie in der Verantwortung von Hessen Mobil. Während der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am Dienstagabend wurde deutlich, dass die Umsetzung auch eine Kostenfrage sein wird.

Relativ kostengünstig wird die Einrichtung des beidseitigen Fahrradweges zwischen dem Schlossplatz und der Stadthalle. Hier müssen lediglich Markierungen auf die vorhandene Fahrbahn aufgebracht werden - ein Vorhaben, das der Bau- und Planungsausschuss unterstützt und das der Magistrat wegen des geringen Kostenvolumens auch ohne Parlamentsbeschluss in Auftrag geben kann.

Auf Ablehnung stieß der Vorschlag zur Einrichtung einer abknickenden Vorfahrt vom Mühlgraben auf die Brückenstraße. Damit würde die Attraktivität der Strecke entlang der Werra deutlich abnehmen, gleichzeitig das Ziel der Verkehrsberuhigung erreicht. Auf dieser Kreuzung ist nach Angaben Feiertags nach wie vor die Einrichtung eines Kreisverkehrs favorisiert. Wegen des eingeschränkten Platzes soll der Kreisel in einem kleineren Format entstehen und überfahrbar sein.

Die Kosten für den Umbau der Kreuzung belaufen sich auf schätzungsweise 20 000 bis 30 000 Euro. Ein wichtiges Element in der Gesamtkonzeption ist der Schlossplatz. Auch hier ist die Verkehrsberuhigung ein Ziel, die optische Aufwertung ein weiteres. „Wir werden die Planung in diesem Jahr angehen“, kündigt Feiertag an. Mit dem Umbau könne dann möglicherweise 2014 begonnen werden. Feiertag rechnet mit einer Verteilung der Arbeiten auf mehrere Jahre. Teil der Gestaltung ist das Parkdeck an der Schlossgalerie, das im Mai fertig sein soll.

Von Harald Sagawe

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