Zahl der Künstler am Wettbewerb der Stadt ging zurück / trotzdem hohes Niveau

Weniger Kunst in der Kiste

Zupackend: Stadtarchivar Karl Kollmann und Kunstvereinsvorstand Dieter Schönberg packen eine von 24 Kunstkisten im Eschweger Hochzeitshaus aus. Die Vernissage findet dort am 24. September statt. Foto: D.S.

Eschwege. Die Wettbewerb „Kunst in der Kiste“ fällt in diesem Jahr deutlich schmaler aus als beim letzten Mal. 24 Künstler haben ihre Werke in eine 50 mal 50 Zentimeter große, durchsichtige Acrylkiste gepackt und sich damit um den Kunstpreis der Stadt Eschwege beworben.

Dazu jazze der Kunstverein zum dritten Mal im Rahmen der Eschweger Kunstwege aufgerufen. Bei der letzten Ausschreibung vor zwei Jahren hatten sich 96 Künstler beteiligt.

Kunstvereinsvorsitzende Angelika Knapp-Lohkemper führt den Rückgang an Beteiligung auf die geänderten Ausschreibungsmodalitäten zurück. So wurde in diesem Jahr erstmals ein Motto ausgegeben. Passend zum Grimm-Jahr lautet es „Märchen in der Kiste“. Dazu waren die Künstler aufgefordert, ein Exposé einzureichen. Nicht zuletzt war der Kunstverein von der Holzkiste auf die Plastikbox umgestiegen.

„Woran es nun im Einzelnen liegt, dass es weniger Einsendungen gegeben hatte, kann ich nicht sagen“, sagte Knapp-Lohkemper. Vermutlich sei zu viel auf einmal geändert worden. Sie ließ offen, ob die Kunstaktion in dieser Form weiter bestehen werde.

„Die Werke, die wir jetzt haben, sind von ausgesprochen hohem Niveau“, sagte Michael Kreißler, der im künstlerischen Beirat des Kunstvereins sitzt.

Die Kisten sind zwischen dem 14. September und 2. November in den Schaufenstern von Eschweger Innenstadtgeschäften ausgestellt. Am 14. September gibt es eine mobile Vernissage. Nach einem Auftakt im Hochzeitshaus begeben sich die Gäste auf den Kunstweg durch die Innenstadt. Über die Sieger im Wettbewerb, der mit Preisgeldern zwischen 200 und 500 Euro dotiert sind, entscheidet eine Jury aus Kunstverein, Stadtverwaltung und Hauptsponsor Stadtmarketing.

Aber auch das Publikum entscheiden. Auf dem Flyer, den der Kunstverein verteilt, kann jeder seinen Favoriten bestimmen. Dem Sieger winkt der Publikumspreis über 500 Euro

Von Dieter Salzmann

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