Weniger Notfälle beim diesjähirgen Open Flair als 2015

Immer was zu tun: Die Helfer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und die ehrenamtlichen Ärzte versorgen viele Festivalbesucher noch auf dem Platz. Trotzdem mussten rund 80 Patienten an das Klinikum Werra-Meißner übergeben werden. Foto: Sagawe/Archiv

Eschwege. Die Mitarbeiter im Klinikum Werra-Meißner und vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) auf dem Festivalgelände hatten während des Open Flairs alle Hände voll zu tun. Trotzdem sei die Situation nicht so prekär wie im Vorjahr gewesen. „Wir haben weniger Einsätze registriert, weil auch das Wetter kühler war", sagt Open-Flair-Chef Alexander Feiertag.

1 zusätzlichen Notarzt hatte das Open Flair während der gesamten Tage organisiert. Darüber hinaus gab es einen Pool von Ärzten, die an diesen Tagen ehrenamtlich gearbeitet haben.

2-mal so viele Mitarbeiter wie sonst haben während der fünf Festivaltage nachts im Klinikum in Eschwege gearbeitet. „Das schafft eine Schwester alleine gar nicht“, sagt Jasmin Sirin, Abteilungsleiterin Interdisziplinäre Notaufnahme am Klinikum Werra-Meißner in Eschwege. „Für das kommende Jahr haben wir uns vorgenommen, das schon ab Dienstag so zu machen.“

5 Festivalbesucher pro Abend wurden durchschnittlich wegen übermäßigen Alkohol- oder Drogenkonsums eingeliefert. Das sei verhältnismäßig wenig, heißt es von Seiten des Klinikums.

Patienten, die als Festivalbesucher kamen, wurden ins Witzenhäuser Krankenhaus verlegt, weil in Eschwege so viel los war. „In der Nacht von Donnerstag auf Freitag waren es vier und in der Nacht von Freitag auf Samstag drei Patienten“, fasst Birgit Rothmeyer von der Abteilung Interdisziplinäre Notaufnahme des Krankenhauses Witzenhausen zusammen. Zwei Intensivbetten stehen sogar direkt hinter der Bühne auf dem Festivalgelände zur Verfügung. Feiertag erklärt dazu: Wir müssen immer bedenken, dass sich die Einwohnerzahl durch das Open Flair nahezu verdoppelt.“

24 Patienten wurden am Freitag in die Notaufnahme eingeliefert. Das war Rekord. Am Samstag waren beispielsweise nur 18.

86 Patienten waren es insgesamt, die gleichzeitig auch Festivalbesucher waren. „Wenn Open Flair ist, ist im Klinikum immer eine Menge los“, sagt Kerstin Werner, die während des Festivals zwischenzeitlich Dienst an der Anmeldung des Eschweger Krankenhauses hatte. Sie hat ein Phänomen festgestellt. „Wenn einer kommt, der etwas hat, dann kommen noch fünf seiner Freunde mit“, sagt Werner. „Die Festival-Patienten waren recht friedlich und haben auch längere Wartezeiten in Kauf genommen“, sagt Jasmin Sirin. „Bei uns geht es nach der Dringlichkeit der Beschwerden“, Bei den Verletzungen, die während des Wochenendes behandelt wurden, handelte es sich hauptsächlich um Diagnosen aus dem chirurgischen Bereich wie Prellungen und Frakturen.

183 Notfälle wurden insgesamt zwischen Dienstag und Sonntag in die Ambulanz in Eschwege eingeliefert. Nichtmal jeder zweite Patient war ein Open-Flair-Gänger.

250 Einsatzkräfte hatte das DRK am Start in diesen Tagen. Neben dem regulären Sanitätsdienst und einer Sammelstelle zur Verarztung kleinerer Blessuren sind Fußstreifen unterwegs. „Nach der Erstversorgung wird entschieden, ob die Patienten in die Klinik müssen“, sagt Einsatzleiter Matthias Gebhard.

803 Hilfeleistungen zählte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) auf dem Open Flair 2016. „Vom Pflaster herausgeben und Desinfizieren von Wunden bis hin zur Versorgung im Krankenwagen hatten wir alles dabei“, sagt Mathias Haas vom DRK.

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