Werra und Eschweger Innenstadt sollen ab August verzahnt werden

Ort zum Verweilen: Der Aufenthaltscharakter am unteren Stad wird nach Ansicht der Planer mit der Umgestaltung besser. Die Kreuzung wird der Fußgängerzone angeglichen. Foto: Sagawe

Eschwege. Das Eschweger Stadtviertel Brückenhausen und der Stad sollen eine Einheit werden, eine Art Ensemble von hochwertigem Wohnen und Einkaufserlebnis. Dazwischen hat die Werra mit ihrem großen Freizeitpotenzial viel mehr verbindenden Charakter als trennende Wirkung: Verzahnung von Werra und Stadt heißt das Projekt mit dem Ziel, die Attraktivität deutlich zu vergrößern. Brückenhausen soll das Wohnquartier der Zukunft werden.

Wann wird mit den Arbeiten begonnen? 

Nach dem Open Flair geht es los, genauer Starttermin ist der 22. August. Bis zum Weihnachtsgeschäft sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. „Mitte November sind wir fertig“, verspricht Klaus Kurz, Fachbereichsleiter Bauen bei der Kreisstadt.

Was soll in der ersten Bauphase genau passieren? 

Der gesamte untere Stad bekommt eine einheitliche Pflasterung und wird insgesamt aufgewertet. „Wir verbessern den Aufenthaltscharakter“, sagt Kurz. Ein Holzpodest lädt Passanten mit bequemen Sitzmöbeln zum Verweilen ein. Bis hin zum Lohgerberbrunnen wird neu bepflanzt.

Wie wird der Fahrzeugverkehr auf der Kreuzung geregelt? 

Eigentlich gar nicht. Das Konzept setzt auf gegenseitige Rücksichtnahme aller Gruppen, die sich dort bewegen: Autofahrer, Fußgänger, Radler. Die Kreuzung selbst wird gepflastert und im Stil dem Stad angepasst. Es entsteht eine Art überfahrbarer Kreisel. Abbiegen aus Brückenhausen soll dann in beide Richtungen möglich sein. Die zulässige Geschwindigkeit wird formal geringer sein als heute, tatsächlich aber auch nicht langsamer, als heute an der Engstelle faktisch ohnehin gefahren wird.

Wie geht es auf der anderen Seite der Brücke weiter? 

Zwischen den beiden Werrabrücken wird der Gestaltungsstil fortgeführt. „Wir werden die Brückenstraße niveaugleich ausbauen“, kündigt Kurz an. Fußwege mit Bordsteinen und von der Fahrbahn abgegrenzt wird es dann nicht länger geben.

Welche weitere Planung gibt es im Verzahnungskonzept? 

Geplant sind neben der Brücke begehbare Kaskaden zum Werraufer. „Wir wollen die Werra überall näher an der Stadt haben“, sagt Kurz. Zwischen Felsenkeller und Schlossmühle werden Fußgänger am Fluss flanieren können.

Information für die Bürger 

Während einer Bürgerversammlung werden die Eschweger am kommenden Mittwoch über die Verzahnung von Werra und Stadt informiert. Dazu lädt Stadtverordnetenvorsteher Claus Hamp in den Rathaussaal ein. Beginn ist um 18 Uhr. Weitere Themen sind am Mittwochabend der Werratalsee, die Dorferneuerung in den Stadtteilen sowie geplante Bauvorhaben in der Kreisstadt.

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