In Heldra erreichte der Pegelstand heute 4,80 Meter

Werra-Hochwasser: Pegel steigen weiter

+
Die vollgelaufene Werra-Aue bei Herleshausen aufgenommen von der Brandenburg aus.

Werra-Meißner. Die Pegelstände der Werra sind auch am Wochenende unaufhörlich weiter gestiegen. Sonntagabend um 20 Uhr hat das Wasser- und Schifffahrtsamt bei Heldra 4,80 Meter gemessen, Freitagabend um 18 Uhr lag er noch bei 4,29 Meter. Wann sich die Lage wieder beruhigt, war auch am Sonntagabned noch nicht abzusehen.

Aktualisiert um 20.35 Uhr.

In Wanfried wurde damit die kritische Marke bei weitem überschritten, die der stellvertretende Stadtbrandinspektor Dieter Löffler bei 4,40 Meter sieht.

In Eschwege greift der Hochwasser-Notfallplan, der nach den Erfahrungen des Hochwassers 2011 erstellt wurde. Dort waren die Mitarbeiter des Zentralklärwerks vor allem damit beschäftigt rund um das Seniorenzentrum Brückentor Wasser abzupumpen. In Albungen, Großenburschla und Heldra und Eschwege standen Straßen und Gärten unter Wasser. In Eschwege fuhren mutige Autofahrer über das überflutete Werdchen.

Bei Herleshausen ist die ganze Werra-Aue zwischen Wommen, Herleshausen und Wartha vollgelaufen, die normalerweise dafür sorgt, dass Wanfried und die weiter stromabliegenden Orte vor stoßartigen Hochwasserwellen geschützt werden, erklärt der ehemalige Bürgermeister der Gemeinde, Helmut Schmidt. "In diesem Jahr haben die stromabwärts liegenden Orte das Pech, dass die Hörsel seit gut einer Woche mehr als randvoll ist und gewaltige Wassermassen unterhalb der Herleshäuser Aue in die Werra einleitet", sagt Schmidt.

Einsatz gegen das Hochwasser

Hochwasser steigt weiter

In Witzenhausen und Bad Sooden-Allendorf treten die Krisenstäbe fast stündlich zusammen. Bürgermeister Frank Hix rechnet derzeit mit allem. Derweil sind dei Einsatzkräfte der Feuerwehren, Betriebshöfe, Polizei, Ordnungsamt und Klärwerk im Dauereinsatz. (dir)

Den aktuellen Pegelstand für Heldra gibt es hier.

Mehr lesen Sie in der geruckten Montagsausgabe der Werra-Rundschau.

Kommentare