Straße wird zur Begegnungszone für alle Verkehrsteilnehmer

Die Werra mit der Innenstadt verbinden

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Eschwege. Ziel ist die Anbindung der Werra an die Eschweger Innenstadt. Der Fluss wirkt gegenwärtig durch die Straße vom Zentrum abgeschnitten. Das Stadtumbauprojekt mit dem Titel „Verzahnung von Werra und Stadt" sieht vor, diese Trennung aufzuheben.

Am Mittwochabend war das überarbeitete Konzept Thema im Bau- und Planungsausschuss der Stadtverordnetenversammlung.

Die Straße soll im Kreuzungsbereich von Stad, Unter dem Berge, Mühlgraben und Brückenstraße zu einer Art Begegnungszone für alle Verkehrsteilnehmer werden - ohne jegliche Einteilung der Räume nach Nutzung. Im Klartext: Autofahrer, Fußgänger und Radler sollen die Straße gleichberechtigt nutzen und sich ihre Räume selbstständig suchen. Was zunächst danach aussieht, das Potenzial für grenzenloses Chaos zu haben, ist tatsächlich die Basis für die neue Ordnung.

„Es gibt keine Fahrbahn, keinen Radweg, keinen Bürgersteig sondern nur Fläche, und alle Verkehrsarten gehen achtungsvoll miteinander um“, erklärt Ausschussvorsitzender Alexander Feiertag den Ansatz. Vergleichbare Anlagen in anderen Städten würden zeigen, dass das funktioniere.

Mit dem Konzept schlagen die Planer alles in allem zehn mehr oder weniger umfangreiche Veränderungen für die Werratangente zwischen Schlossplatz und Stadthalle vor. Der gemeinsame Verkehrsraum in dem Kreuzungsbereich ist das bedeutendste Projekt. Zur optischen Verdeutlichung könnte die Fläche um fünf oder zehn Zentimeter angehoben und gepflastert werden. Eine Treppenanlage zum Werraufer würde die Bedeutung des Flusses betonen.

„Das Konzept liegt jetzt vor, und wir werden nach Kassenlage einzelne Vorhaben beschließen, detailliert planen und umsetzen“, beschreibt Feiertag das weitere Vorgehen. Dafür rechnet er mit einem Zeitraum von zehn Jahren.

Von Harald Sagawe

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