Agentur für Arbeit: "Jahreszeitüblicher Anstieg"

Werra-Meißner: Arbeitslosenquote im August leicht gestiegen

Werra-Meißner. Die Zahl der Arbeitslosen im Werra-Meißner-Kreis ist nochmals angestiegen. Dies sei aber jahreszeitüblich, teilt  der zuständige Agenturbezirk Kassel mit. Im Geschäftsstellenbezirk Eschwege lag die Arbeitslosenquote im August bei 5,8 Prozent, in Witzenhausen bei 6 Prozent.

Die gute Nachricht: Insgesamt sind es weniger gemeldete Arbeitslose als im August 2015. In absoluten Zahlen waren im Geschäftsstellenbezirk Eschwege im August 1672 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 37 mehr als noch im Juli, aber 97 weniger als im Vorjahr.

Im Geschäftsstellenbezirk Witzenhausen waren im August 1370 Personen arbeitslos gemeldet, das sind ebenfalls 37 mehr als noch im Juli, aber 117 weniger als im Vorjahr.

Im gesamten Agenturbezirk, der für Stadt und Landkreis Kassel sowie den Werra-Meißner-Kreis zuständig ist, liegt die Arbeitslosenquote bei 6,5 Prozent (Vorjahr: 6,9 Prozent). In absoluten Zahlen waren im Agenturbezirk 18.224 Menschen ohne Anstellung registriert. Betroffen waren vorwiegend Frauen und Männer, die sich bei den Jobcentern arbeitslos melden mussten. Folglich stieg die Zahl der Hartz-IV-Empfänger um 143 auf insgesamt 13.452 Gemeldete, bei der Arbeitsagentur waren es 98 Menschen (insgesamt 4.772). Gegenüber dem Vorjahreswert reduzierte sich die Summe der arbeitslosen Personen jedoch um 1.070 - trotz des moderaten Zuwachses bei den Ausländern (plus 195 auf 4.219). 

Verantwortlich dafür macht Michael Schubert, operativer Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Kassel, wie bereits im Vormonat die Sommerpause. „Der Anstieg erfolgte in erster Linie aus dem Bereich der Dienstleistungsberufe. Mit Quartalsende endeten viele Arbeitsverhältnisse in den Bereichen Büro und Verwaltung, die traditionell vorwiegend von Frauen besetzt werden“, erläutert Schubert und ergänzt, dass sich diese Entwicklung ebenfalls beim Zugang von Lehrpersonal aus dem staatlichen Schuldienst zeige. Infolgedessen nahm die Zahl der arbeitslosen Frauen dreimal so stark zu (plus 185 auf insgesamt 8.213) wie die der Männer (plus 56 auf insgesamt 10.011).

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