Betreuungsbedarf für Kinder im Alter unter drei Jahren nimmt zu

Werra-Meißner: Krippenplätze sind stark nachgefragt

Eschwege. Der Bedarf an Kindergartenplätzen kann im Werra-Meißner-Kreis gedeckt werden. Noch. Bereits heute ist absehbar, dass in den nächsten Jahren die Nachfrage viel schneller zunimmt als das Angebot wächst.

„In Zukunft könnte es schon mal eng werden“, sagt etwa Eschweges Sozialamtschef Hartmut Adam. Das gilt vor allem für die Betreuung der U-3-Kinder in den Krippen. Das sieht auch Jennifer Kaßner so. Kaßner, Fachdienstleiterin bei der Arbeiterwohlfahrt, erkennt „zunehmenden Bedarf“ an U-3-Betreuung. „Wir müssen sehen, wie sich das in den nächsten Jahren entwickelt“, sagt sie. Auch und vor allem wegen des großzügigen Personalschlüssels sowie den damit in Zusammenhang stehenden kleineren Gruppen werden zunehmend Kapazitäten benötigt. In Eschwege wird in den städtischen Gremien bereits über den Bau eines weiteren Kindergartens diskutiert. 

Der Magistrat beschäftigt sich mit Plänen für eine neue Tagesstädte in der Nähe des Schwimmbads. Adam will das nicht kommentieren. Das sei eine Entscheidung, die von der Politik getroffen werden müsse. In der Kreisstadt und deren Stadtteilen gibt es heute in zehn Kindertagesstätten Platz für rund 800 Mädchen und Jungen. Durch den zunehmenden U-3-Bedarf sinkt die Kapazität. Schon jetzt werden 150 Krippenkinder im Alter ab einem Jahr betreut. Zwischen 280 und 300 Kinder im Alter unter drei Jahre haben nach Angaben Adams einen Rechtsanspruch, allerdings ohne dass der von den Eltern in allen Fällen auch angemeldet würde. 

Jennifer Kaßner weiß von Plänen, in Großalmerode zwei weitere Krippengruppen zu schaffen. Die Arbeiterwohlfahrt Werra-Meißner betreibt dort drei Einrichtungen mit insgesamt zehn Gruppen, darunter allerdings bisher nur einer für die jüngsten Besucher.

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