Rund 90 Beamte aus dem Kreis legten gestern ihre Arbeit nieder

Lehrerstreik: Sieben Schulen im Notbetrieb

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Werra-Meißner. Knapp 90 verbeamtete Lehrer aus dem Werra-Meißner-Kreis sind am Dienstag dem Aufruf der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Hessen gefolgt. Sie  haben sich in Wiesbaden zum Streik für eine Anpassung des Lohns ausgesprochen.

Im Raum Witzenhausen kam es deshalb zu Schulausfällen. Die Grundschulen in Bad Sooden-Allendorf, Hundelshausen, Großalmerode, Neu-Eichenberg, Gertenbach, Fürstenhagen und Walburg konnten nur einen Notbetrieb anbieten. „Hauptsächlich Grundschullehrer aus dem Kreis haben den Streik für uns getragen“, sagt Johannes Batton, Vorsitzender des Gesamtpersonalrats für die Schulen im Werra-Meißner-Kreis. 61 Lehrkräfte aus dem Nordkreis und rund 30 aus dem Südkreis rund um Eschwege waren dem Streikaufruf gefolgt. In zwei Bussen waren sie am Dienstagmorgen nach Wiesbaden aufgebrochen. Im Raum Eschwege kam es zu keinen gravierenden Unterrichtsausfällen. Auch an den weiterführenden Schulen war die Beteiligung geringer. Sieben Lehrkräfte der Freiherr-vom-Stein-Schule Hessisch Lichtenau blieben beispielsweise ihrem Arbeitsplatz fern. „Dadurch ergeben sich keine größeren Probleme im Unterrichtsablauf“, sagt der stellvertretende Direktor Erhard Pfaffenbach. Die GEW will mit dem Streik erreichen, dass der Tarifabschluss aus dem Monat April für angestellte Beschäftigte des Landes Hessen auch auf Beamte übertragen wird. Dieser sieht Erhöhungen der Gehälter zum 1. März 2015 um 2 Prozent und zum 1. April 2016 um 2,4 Prozent und eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitsstunden von 42 auf 40 vor. Die Landesregierung stimmte dem Entwurf aus Kostengründen bislang nicht zu. Insgesamt 6000 verbeamtete Lehrer nahmen nach Angaben der GEW Hessen gestern an dem Streik in Wiesbaden teil. „Damit haben wir als Beamte einen Vermerk riskiert. Das ist es uns aber wert“, sagt Personalratsvorsitzender Batton. (ts/flk)

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