Krankenversicherung legt Bilanz für 2013 vor und prognostiziert für 2014 „schwarze Null“

BKK Werra-Meißner macht Millionengewinn

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Ziehen Bilanz: BKK-Vortand Marco Althans (links) und sein Stellvertreter Harald Klement präsentieren die Zahlen der Krankenversicherung für das vergangene Jahr.

Eschwege. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die Betriebskrankenkasse (BKK) Werra-Meißner einen Millionenüberschuss, für dieses Jahr erwartet Vorstand Marco Althans „eine schwarze Null“ hinter dem Jahresergebnis.

Gestern legten Althans und sein Stellvertreter Harald Klement in Eschwege die Zahlen für das abgelaufene Jahr vor, berichteten über die Entwicklung im ersten Quartal 2014 mit einem Gewinn von mehr als 200 000 Euro und präsentierten die Prognose zum Jahresende. „Das Ziel der BKK Werra-Meißner“, so Althans, „wird auch in Zukunft die Eigenständigkeit sein.“ Er machte deutlich, dass sich die Krankenkasse als regionaler Dienstleister für die Menschen vor Ort sieht. Klement wies auf die Bedeutung als mittelständisches Unternehmen hin, in dem 88 Menschen Arbeit finden.

„Und außerdem laufen über unsere Konten bei den örtlichen Banken 220 Millionen Euro pro Jahr“, sagte Klement. Bei Einnahmen von mehr als 81,36 Millionen Euro und Ausgaben von knapp 80,14 Millionen Euro lag der Überschuss 2013 bei fast 1,23 Millionen Euro. Bei verschlechterten Rahmenbedingungen rechnen die Vorstände für 2014 damit, dass Einnahmen und Ausgaben gleich sind. Die Zahl der Mitglieder werde nach einem Anstieg von 25 424 in 2012 auf 25 637 im vergangenen Jahr konstant bleiben. Das gelte auch für die Versicherten: 36 087 in 2012; 36 388 in 2013.

Mit der Reform der Beitragssatzgestaltung werde sich die Kasse in diesem Jahr auseinandersetzen müssen, erklärten Althans und Klement. Von 2015 an gelte ein einheitlicher Beitragssatz von 14,6 Prozent, den Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils zur Hälfte bezahlen. Fehlende Einnahmen verlangen die gesetzlichen Krankenversicherungen über einen Zusatzbeitrag, den sie selbst festsetzen, allein von den versicherten Arbeitnehmern. Der werde sich, so Althans, bei den gesetzlichen Krankenversicherungen im Durchschnitt zwischen einem und 1,2 Prozent bewegen. Der Verwaltungsrat muss über die Höhe beschließen.

Vorstand Althans machte gestern deutlich, dass sein Unternehmen sich aber weniger über einen um 0,1 Prozent höher oder niedriger angesetzten Beitrag definiert, als vielmehr über Leistungen und Service. Im vergangenen Jahr machten die Krankenhausleistungen mit 22,69 Millionen Euro die großte Position der Ausgaben aus, gefolgt von 15,93 Millionen für Arzneimittel und 14,23 Millionen Euro für ärztliche Leistungen. Die Verwaltungskosten beziffert der Vorstand mit 4,6 Millionen Euro, den Anteil der Aufwendungen für das Personal daran mit 3,3 Millionen Euro. Mit Verwaltungskosten von 127 Euro pro Versichertem liege der BKK Werra-Meißner unter dem Durchschnitt (150 Euro) der gesetzlichen Krankenkassen.

Von Harald Sagawe

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