Im Juni und Juli passieren die meisten Unfälle

Vor der Motorradtour auf den Übungsplatz

Werra-Meißner. Sommerzeit ist Biker-Zeit. Doch der Fahrspaß hat eine Schattenseite. Denn in den Ferienmonaten Juni und Juli geschehen auch die meisten Motorradunfälle mit oft schwer Verletzten. Das ergab die Auswertung 2014 des Statistischen Bundesamtes.

Besonders unfallträchtig waren auch lange Feiertagswochenenden wie Pfingsten. Bundesweit sind knapp vier Millionen Motorräder registriert, im Werra-Meißner-Kreis sind es laut Sprecher Jörg Klinge etwa 6446. Nach Auskunft von Polizeisprecher Jörg Künstler verunglückten 2014 auf den Straßen im Kreis 42 Motorradfahrer. Elf wurden dabei schwer verletzt und ein 30-Jähriger aus Bad Sooden-Allendorf starb, als er am Weidenhäuser Kreuz zu Fall kam.

 Laut der Deutschen Verkehrswacht ist das Risiko, im Straßenverkehr getötet zu werden, für Biker und deren Beifahrer viermal höher als für Autofahrer. Denn Motorräder werden wegen ihrer schmalen Silhouette leicht übersehen, was beim Zusammenstoß mit einem Auto oft dramatisch ende. Umgekehrt fahren Biker oft zu schnell und verlieren dann die Kontrolle über ihr Fahrzeug.

 Wichtig vor der Urlaubstour sei deshalb, die technischen Einheiten des Motorrads zu überprüfen, betont Künstler. Funktionstüchtige Bremsen (Beläge und Druckpunkt), Reifen (Profil und Luftdruck) und Schutzkleidung seien überlebenswichtig bei Motorradfahrten. Auch Öl, Bremsflüssigkeit, Kühlmittel und Beleuchtung sollten gecheckt werden. Ideal sei außerdem ein Motorradtraining auf den nächstgelegenen Übungsplätzen in Baunatal oder Eisenach, sagt Georg Morgenthal, Vorsitzender der Kreisverkehrswacht. Er rät zu vorausschauendem Fahren. Die erhöhte Aufmerksamkeit liege aber beim Zweiradfahrer, der damit rechnen müsse, dass Autofahrer seine Geschwindigkeit falsch einschätzten.

Von Kathrin Bretzler

 

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