Nach 30 Jahren finden ab 2017 wieder Ausbildungen im Kreis statt

Werra-Meißner: Neue Angebote für Übungsleiter im Sport

Werra-Meissner. Knapp 300 Übungsleiter hat der Turngau Werra. Das Problem: Es fehlt der Nachwuchs. „Noch funktioniert es, aber in den nächsten Jahren werden einige aufhören“, sagt die Vorsitzende Magdalena Weidner. Daher soll sich die Ausbildung ändern.

Von rund 130 Übungsleitern kennt Weidner das Geburtsdatum: Dreiviertel sind über 50 Jahre alt, 20 von ihnen sogar über 70 Jahre. Nur drei sind jünger als 30 Jahre. Während die Zahl der Mitglieder in den vergangenen Jahren immer um 10 500 lag, werden nacheinander einzelnen Vereinen Gruppen wegbrechen, so Weidner. Daher betont sie: „Auf Dauer läuft nichts in den Vereinen, wenn nicht genügend Übungsleiter ausgebildet werden.“ Für 2017 werden nach 30 Jahren wieder Ausbildungen vor Ort – größtenteils in Bad Sooden-Allendorf – angeboten. 

Ein Modell, das weiter ausgebaut werden soll, berichtet der Vorsitzende des Sportkreises Werra-Meißner, Siegfried Finkhäuser. Bisher würden sich viele Interessierte daran stören, dass künftige Übungsleiter 120 Ausbildungsstunden in einem Jahr absolvieren müssen, um den Abschluss zu erhalten. „Das ist ein erheblicher Aufwand.“ Dazu kämen Kosten von 750 bis 1000 Euro, allein die Fahrtkosten zu den Seminaren in Südhessen machten einen guten Teil davon aus. Mit dem Landessportbund sei die Ausbildung jetzt neu in Module gesplittet worden, die in Wochenendseminaren über drei Jahre verteilt sind. „Wir hoffen, dass das Auswirkungen hat und mehr kommen“, so Finkhäuser. 

Zudem sollen mehr Seminare vor Ort stattfinden. Dies geschehe bereits versuchsweise in der Jugendherberge Sensenstein bei Kassel. Auch wird das Konzept getestet, dass der Landessportbund die Grundmodule, etwa über Körperaufbau, anbietet und die Fachverbände, wie etwa der Turnverband, die Fachausbildung übernehmen. Bis 2018 dauere die komplette Umstellung, so Finkhäuser.

Von Nicole Demmer

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