87 zusätzliche Lehrerstellen im Schulamtsbezirk

Schülerzahlen steigen durch Flüchtlinge

Werra-Meißner. Erstmals seit vielen Jahren steigt die Zahl der Schüler an den allgemeinbildenden Schulen im Werra-Meißner-Kreis und im Kreis Hersfeld-Rotenburg: Im kommenden Schuljahr werden 20.490 Jungen und Mädchen in beiden Landkreisen die Schulen besuchen.

Das sind 119 mehr als im Vorjahr. Erwartet worden war ein Minus von 248 Kindern.

Grund für den Anstieg ist auch die Zunahme von Flüchtlingskindern, erklärten die Leiterin des Staatlichen Schulamtes in Bebra, Anita Hofmann, und ihr Stellvertreter Gerhard Finke. Für 197 Flüchtlingskinder im Werra-Meißner-Kreis werden an verschiedenen Schulen 16 Intensivklassen gebildet, im Kreis Hersfeld-Rotenburg sind es 19 Klassen für 230 Kinder. Weitere Flüchtlingskinder werden im festen Klassenverband gemeinsam mit deutschen Kindern unterrichtet. Allein für die Sprachförderung hat das Kultusministerium dem Schulamtsbezirk 31 neue Stellen zugewiesen.

Insgesamt hat der Schulamtsbezirk zusätzlich 87 Lehrerstellen bekommen. Das liegt auch am Ausbau der Ganztagsangebote. Die angepeilte Unterrichtsabdeckung von 104 Prozent wird laut Finke an fast allen Schulformen erreicht. 104 Prozent beinhalten einen Puffer für Krankheits- oder andere Ausfälle. Sorgenkind bleiben mit einer Abdeckung von 96 Prozent die Förderschulen. Obwohl fünf Stellen besetzt werden konnten, besteht noch immer Personalbedarf – zumal die Förderschulen in beiden Landkreisen erneut eine Zunahme an Schülern zu verzeichnen haben.

An den Grundschulen im Werra-Meißner-Kreis beginnt nächste Woche für 705 Kinder der Ernst des Lebens, das sind 20 mehr als im Vorjahr. Im Kreis Hersfeld-Rotenburg werden 950 Erstklässler aufgenommen. Hier werden 24 Jungen und Mädchen weniger eingeschult als im Vorjahr.

Von Silke Schäfer-Marg 

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