Werratalsee: Drei Projekte werden 2016 verwirklicht

So könnte es aussehen: Nach dem Vorbild von Else am See sollen die Eschweger Seeterrassen am Nordufer des Werratalsees entworfen werden. Den Bau plant der Eschweger Michael Luther. Foto: privat

Eschwege. Am Nordufer des Werratalsees soll neben der Wakeboardanlage ein Restaurant im Stile von Seeterrassen entstehen. Darüber sind zehn bis zwölf Pfahlhäuser als Ferienhäuser geplant.

Alles lief so, wie es sich Wirtschaftsförderer Wolfgang Conrad gewünscht hat. Seine im vergangenen Jahr in der Werra-Rundschau vorgestellten „Visionen für Eschwege“ haben auch anderen Menschen gefallen. Über WR-Facebook hat der Eventmanager Christian Mehler in Leipzig davon Wind bekommen, dass am Werratalsee über eine Gastronomie am Wasser nachgedacht wird. Der Eschweger Unternehmer Christian C. Knolle hat ganz klassisch über die Heimatzeitung davon erfahren. Beide meldeten sich bei Wolfgang Conrad, der den Eschweger Investor und den Leipziger Eventmanager zusammenbrachte. Mehler plant jetzt, drei Projekte mit einem Investitionsvolumen von rund vier Millionen Euro am Werratalsee miteinander zu verknüpfen.

1. Wakeboardanlage: Investor Jan Brünjes wollte mit seinem Unternehmen Blue Bay eigentlich schon im vergangenen Jahr loslegen. Noch macht ihm die Bürokratie zu schaffen. Zurzeit läuft die Bauvoranfrage. Sollte das Artenschutz-Fachgutachten mit einem positiven Bescheid vorliegen, könnte das Projekt im nächsten Jahr angegangen werden. Laut aktuellem Stand ist nur eine Bahn anstatt der vor drei Jahren vorgestellten zweiten Strecke geplant. Investition: zwischen 800 000 und 1,1 Millionen Euro.

2. Seeterrassen: Sie sind das größte der drei Projekte. In der Bucht am Nordufer soll auf Eschweger Seite ein Restaurant mit über 2000 Quadratmeter Grundfläche entstehen, das bei Vollauslastung rund 220 Gästen Platz bietet. Herzstück wird eine große Terrasse über 1200 Quadratmeter sein, die den Blick der Besucher über den See auf Leuchtberge, Marina und den Hohen Meißner lenken wird. „Eine reine Gastronomie wird sich nicht rechnen“, sagt der Betreiber und Eventmanager Christian Mehler. Er plant deshalb auch sogenannte Incentives, Firmenveranstaltungen zur Belohnung der Mitarbeiter, Messen und Sportveranstaltungen am Werratalsee. Besonders interessant wird die Lokalität mit der riesigen Terrasse am See für Hochzeitsfeiern. „Wir brauchen aber auch Pläne für die Zeit außerhalb der Sommersaison“, sagt Mehler. Leider fehle in der Region ein adäquates Hotel. Überlegt wird, zwischen Wakeboard-Anlage und Seeterrassen einen Beach-Club anzugliedern. Investition: 2,5 Millionen Euro.

3. Pfahlhäuser: Sie können das Hotel-Problem nicht lösen, sind aber ein echter Hingucker. Zehn bis zwölf Pfahlhäuser sollen gleich neben den Seeterrassen entstehen. Die Ferienhäuser direkt am Wasser bieten bis zu vier Personen Platz und sollen mit den anderen beiden Objekten zusammen vermarktet werden. Investition: 1,5 Millionen Euro.

Von Tobias Stück 

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