Werratalsee: Fünf-Punkte-Plan zur Anhebung

Eschwege. Die Gemeinde Meinhard und die Stadt Eschwege wollen jetzt verstärkt die Anhebung des Werratalsees vorantreiben.  Darauf hat sich jetzt eine Expertenrunde bestehend aus Vertretern der beiden Kommunen, dem Ingenieurbüro Clear Waters und dem Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG) verständigt.

Die Beteiligten wollen alle Nachweise erbringen, damit das Regierungspräsidium die Anhebung des Wasserspiegels fördert.

Fünf Maßnahmen sind nach Ansicht der Experten entscheidend: 1. Die Gemeinde Meinhard wird die Kanalsanierung in der Nähe des Ostufers vorantreiben. Hier, so vermuten die Experten, dringen Phosphate in den See. „Diese Maßnahme gilt als ein Pfeiler der Seesaanierung“, sagt Eschweges Bürgermeister Alexander Heppe. 2. Clear-Waters-Ingenieur Christian Schuller wird ein Gutachten zum aktuellen Zustand des Sees erstellen. Phosphorkonzentration, Chlorophyllgehalt und die Entwicklung der Wasserpflanzen stehen dabei im Vordergrund. 3. Die Verwaltungen treiben das Planfeststllungsverfahren durch ein hydrogeologisches Gutachten weiter voran. 4. Das HLUG wird untersuchen, ob eine Wasserstandsanhebung die Wasserqualität überhaupt verbessern wird. 5. Die Angelvereine aus Schwebda und Eschwege werden den Bestand der gründelnden Karpfen und Brassen regulieren.

Andreas Gründel vom HLUG wies in der Expertenrunde darauf hin, dass es sich im Werratalsee um eine Erhöhung der Cyanobakterienwerte handele, nicht aber um eine Algenpest.

Von Tobias Stück

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