Werratalsee: Landtagsabgeordneter Lothar Quanz schreibt an Minister

Eschwege. Mit Schreiben an Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und Umweltministerin Priska Hinz (beide Bündnis 90/Die Grünen) schaltet sich der Eschweger Landtagsabgeordnete Lothar Quanz (SPD) in die Auseinandersetzung um den Werratalsee zwischen der Kreisstadt und dem Regierungspräsidium in Kassel ein.

"Ich werde mit allen politischen Möglichkeiten in Wiesbaden versuchen, Einfluss zu nehmen für eine kurzfristige Maßnahme zur Verbesserung der Wasserqualität des Werratalsees“, kündigt Quanz an. Der Landespolitiker kritisiert das Regierungspräsidium in seinen Briefen an die Minister für die verweigerte Zustimmung zur Wasserspiegelanhebung in dem See. Die war mit Hinweis auf den Verlust von Retentionsraum versagt worden, obwohl ein Gutachten festgestellt hatte, dass der von nur marginaler Bedeutung für den Hochwasserschutz ist (wir berichteten). 

„Diese Begründung ist mehr als dürftig“, schreibt Quanz. Hochwasser werde in seinen Ausmaßen nicht gemindert; lediglich die Vorwarnzeiten für die Anlieger werraabwärts würden unwesentlich verkürzt. Quanz: „Dies kann doch also kein vernünftiger, kein plausibler Grund sein, um dem Werratalsee die bestmögliche Wasserqualität nicht zukommen zu lassen.“ Gleichwohl zeigt der SPD-Abgeordnete Verständnis für das Vorgehen des Regierungspräsidiums: „Es mag sein, dass das RP in Kassel aufgrund rechtlicher Vorgaben entsprechend bürokratisch seine Entscheidungen treffen muss, aber es ist Sache der Politik, die rechtlichen Vorgaben so zu treffen, dass Entscheidungen auf Vernunftbasis begründet werden.“ 

Quanz wirbt bei den Ministern für die Anhebung des Wasserspiegels als „technisch einfach zu realisierende und finanziell darstellbare Lösung“. „Es wäre unverantwortlich, eine solche Lösung nicht anzustreben und billigend in Kauf zu nehmen, dass für den See dauerhaft ein Badeverbot verhängt werden müsste“, schreibt

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