FWG will Stelle des Vize-Landrats streichen lassen

Geht es nach der FWG, soll es seine Stelle bald nicht mehr geben. Das Amt soll ehrenamtlich ausgeführt werden. Die Einsparungen lägen bei 250.000 Euro.

Eschwege. Die FWG will das Amt des hauptamtlichen Ersten Kreisbeigeordneten in eine ehrenamtliche Position umwandeln. Das hat ein Antrag zum Ziel, den Fraktionschef Waldemar Rescher am Montag nach der Kreistagssitzung vorlegte.

 „Wir wollen bereits im Vorfeld einer Wiederwahl eines hauptamtlichen Ersten Kreisbeigeordneten die Umwandlung in eine ehrenamtliche Stelle vorantreiben“, kündigt Fraktionssprecher Andreas Hölzel an und rechnet vor, dass so „das nicht unerhebliche Gehalt“ des Vize-Landrats, Anteile des Sekretariats, Fahrzeug und des Fahrdienst nebst weiterer Sachkosten in geschätzter Höhe von bis zu 250 000 Euro jährlich eingespart würden. Die Reaktionen der übrigen Fraktionen im Kreistag reichen von „vorsichtiger Zustimmung“ (Linke) bis zu „sehr entschiedener Ablehnung“ (SPD). Lothar Quanz (SPD) sagt: „Eine solche Aufgabe ist ehrenamtlich nicht professionell zu bewältigen.“ Sein CDU-Kollege Uwe Brückmann will genau das prüfen: „Bedarf es eines hauptamtlichen Beigeordnetern, um die Aufgaben des Kreises zu bewältigen?“ „Der Antrag hat seine Reize“, signalisiert Bernhard Gassmann „vorsichtige Zustimmung“ der Linken. Ein deutliches Nein dagegen von den Grünen; Fraktionschefin Sigrid Erfurth sagt: „Das geht nicht im Nebenamt.“ Noch unschlüssig ist die FDP. Sprecher Erhard Niklass: „Das muss genau analysiert werden.“

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